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Keystone-SDA | Freitag, 14. August 2026

Leonie Hügli mit Schweizer Rekord in den Final

Speerwerferin Leonie Hügli überzeugt auch an der EM in Birmingham. Die Bernerin qualifiziert sich mit neuerlichem Schweizer Rekord für den finalen Wettkampf.

Hügli warf den Speer in der Qualifikation im dritten und letzten Versuch auf 62,33 Meter - weiter als alle anderen. Damit übertraf sie ihren bisherigen nationalen Bestwert um weitere 15 Zentimeter. Im Zwei-Monate-Rhythmus steigerte sich die 21-jährige Bernerin zum dritten Mal.

Mitte Mai hatte Hügli bei einem Werfermeeting in Halle in Westfalen mit 61,94 m als erste Schweizerin die 60-Meter-Marke und ihre Vorgängerin an der Spitze der Rekordliste, Géraldine Ruckstuhl, um über dreieinhalb Meter übertroffen. Mit jener Leistung erfüllte sie die Selektionskriterien für die EM in Birmingham. Der Wurf auf 62,18 m, auf die bis am Freitag gültige Rekordweite, gelang ihr Mitte Juli beim Meeting Spitzenleichtathletik Luzern.

Die Berner Oberländerin Sabrina Boss vermochte vor vier Wochen an den Schweizer Meisterschaften in Zürich überraschend Hügli zu bezwingen und gewann Gold. An den kontinentalen Meisterschaften jedoch reichte es nicht für die Finalqualifikation. Mit 55,22 m fehlten ihr im 17. Rang rund 1,7 m für die Top 12.

Schweizer Männer-Quartett im Final

Die Schweizer 4x400-m-Staffel der Männer schaffte im Vorkampf mit knappem Vorsprung die Final-Teilnahme. Vorerst schienen zwei Hundertstel den Ausschlag zugunsten von Dany Brand, Ricky Petrucciani, Haydn Brotschi und Lionel Spitz gegenüber Polen im Kampf um den achten und letzten Startplatz zu geben. Nach der nachträglich ausgesprochenen Disqualifikation Frankreichs rückte die Schweizer Equipe in der Gesamtrangliste auf Platz 7 vor - mit einem Zehntel Abstand auf Spanien auf Position 9.

Das Frauen-Quartett verpasste den Vorstoss in den Final deutlich. Mélanie Roland, Lena Wernli, Annina Fahr und Yasmin Giger belegten Platz 12. Für Rang 8 waren die vier Schweizerinnen gut drei Sekunden zu langsam.

Gelungener Start von Annik Kälin

Mehrkämpferin Annik Kälin gelang ein guter Start in den Siebenkampf. Die Schweizer Rekordhalterin lief über 100 m Hürden in 12,59 Sekunden die beste Zeit und zeigte mit 1,71 m einen ordentlichen Hochsprung, was ihr 2054 Punkte einbrachte. Die 26-Jährige hat vor dem Abendprogramm (Kugelstossen und 200 m) als Vierte die Medaillenränge im Blick. Mit 2135 Punkten führt die Polin Adrianna Sulek-Schubert vor der Irin Kate O'Connor (2134) und der Deutschen Sophie Weissenberg (2074).

Zu Ende sind die Europameisterschaften für Justin Fournier. Der Schweizer Stabhochspringer scheiterte in der Qualifikation nach (im dritten Versuch) übersprungener Höhe von 5,45 m dreimal an der 5,60-m-Marke und klassierte sich im 18. Rang.

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