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Wirtschaft
Keystone-SDA | Dienstag, 29. September 2026

Lindt&Sprüngli kappt Umsatzausblick für 2026 deutlich - wegen Hitze

Lindt&Sprüngli hat die Prognose für das organische Umsatzwachstum im Gesamtjahr 2026 deutlich gesenkt. An den mittel- und langfristigen Zielen hält das Unternehmen indes fest und bestätigt auch die EBIT-Prognose.

Der Schokoladen-Hersteller erwartet für das aktuelle Jahr nun noch ein Wachstum von 0 bis 2 Prozent, nachdem bisher 4 bis 6 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Als Gründe nennt der Konzern in einer Mitteilung vom Dienstag eine hohe Preissensibilität der Konsumenten sowie die extreme Hitze im Sommer.

Europa schwächelt

So hätten in den europäischen Märkten die "notwendigen Preiserhöhungen" sowie die "verhaltene Konsumentenstimmung" zu tiefer als erwarteten Auftragsvolumen geführt, lässt sich CEO Adalbert Lechner zitieren. Die extreme Hitze habe sich zusätzlich negativ ausgewirkt.

Besonders im saisonalen Geschäft in Deutschland, der Schweiz und Österreich seien die Auftragsvolumen tiefer als erwartet ausgefallen. In Nordamerika und Asien verzeichnete der Hersteller von Premiumschokolade hingegen robustes Wachstum.

"Nachdem die Kakaopreise gegenüber ihren historischen Höchstständen inzwischen nachgegeben haben, erwarten wir, dass sich auch der Kostendruck in den kommenden Monaten wieder schrittweise normalisiert", so der CEO weiter.

EBIT- und Mittelfristziele bestätigt

An seinem Ziel, die EBIT-Marge 2026 um 20 bis 40 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr zu verbessern, hält Lindt&Sprüngli derweil fest. Für 2027 erwartet der Schokoladen-Konzern dann wieder ein positives Volumenwachstum - gestützt auf eine angepasste Preisstrategie, höhere Markeninvestitionen und gesunkene Kakaopreise. Auch ein konsequentes Kostenmanagement soll dabei helfen, wobei dazu keine weiteren Angaben gemacht wurden. Den Finanzausblick für 2027 wird Lindt im ersten Quartal veröffentlichen.

Die mittelfristigen Ziele ab 2028, darunter ein organisches Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent jährlich, bestätigte das Unternehmen ebenfalls. Die EBIT-Marge soll weiterhin jährlich um 20 bis 40 Basispunkte verbessert werden.

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