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Wirtschaft
Keystone-SDA | Mittwoch, 02. September 2026

Ölpreise steigen nach neuen Angriffen im Nahen Osten weiter

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihren kräftigen Anstieg fortgesetzt. Neue gegenseitige Angriffe der USA und des Iran schüren die Sorge vor weiteren Störungen der Energieversorgung und treiben zugleich die Inflationserwartungen nach oben.

Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg am frühen Morgen um 0,6 Prozent auf 90,74 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 95,45 Dollar. Bereits am Dienstag waren die Preise um 5,2 beziehungsweise 4,6 Prozent hochgeschnellt.

Nach rund einem Monat relativer militärischer Ruhe griff der Iran am Mittwoch US-Militärstützpunkte in der Golfregion an. Teheran reagierte damit auf eine neue Serie amerikanischer Angriffe gegen den Iran, die zweite innerhalb weniger Tage.

Zusätzlichen Auftrieb erhalten die Preise durch die faktische Schliessung der Strasse von Hormus. Durch die Meerenge wurden normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasaufkommens transportiert.

Die hohen Energiepreise verstärken zugleich die Inflations- und Zinssorgen an den Finanzmärkten. Die Renditen zahlreicher Staatsanleihen sind auf langjährige Höchststände gestiegen. Dies setzte am Mittwoch auch die asiatischen Aktienmärkte unter Druck. Der Nikkei verlor zeitweise 2,8 Prozent, der südkoreanische Kospi 3,8 Prozent.

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