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Lucas Malcotti ist Weltmeister im Degenfechten
Die Überraschung ist perfekt: Der Walliser Lucas Malcotti ist der erste Schweizer Weltmeister im Degenfechten der Männer. Der 31-Jährige gewinnt in Hongkong Gold.
"Das habe ich wirklich nicht erwartet, zumal ich im Vorfeld noch leicht verletzt war", sagte der französischsprachige Sportler gegenüber Keystone-SDA. Er habe vor und während des Wettkampfs gar nicht erst die Zeit gehabt, um sich vorzustellen, dass er Weltmeister werden könnte. "Und nun fühle ich mich auf dem Gipfel des Glücks."
Der Mann aus Sion gewann den Final mit 12:11 Treffern gegen den Italiener Davide Di Veroli. Die erste Überraschung hatte er bereits im Achtelfinal geschafft, als er den hochdekorierten Ungarn Gergely Siklosi dominierte und gleich 15:11 besiegte. Im Viertel- und Halbfinal musste der spätere Weltmeister dann zweimal über die Verlängerung. Gegen den Russen Dimitri Schwelidse setzte er sich in der Runde der besten acht schliesslich 12:11 durch, während er den Aussenseiter und Überraschungs-Halbfinalisten Khalifah Alomairi aus Saudi-Arabien ebenfalls nur knapp (13:12) besiegte.
Und im Final übernahm Malcotti erst 1:23 Minuten vor dem Ende der letzten drei Minuten erstmals die Führung, nachdem er zuvor noch 4:6 zurückgelegen war. Neben Können war an diesem Sonntag auch die nötige Portion Glück mit von der Partie. Der Walliser ist der erste Schweizer überhaupt, der im Einzel die WM-Goldmedaille feiern darf. Bis anhin war das nur Anja Straub bei den Frauen an der WM 1989 geglückt. Höher einzustufen als das Gold vom Sonntag ist aus Schweizer Sicht einzig das Olympiagold von Marcel Fischer 2004 in Athen.
Für Malcotti - der 2018 WM-Gold im Team gewann - gibt der grösste Erfolg der Karriere nochmals Schub. "Das gibt Mumm mit Blick auf die Olympischen Spiele in Los Angeles", betonte er. Nun richte er den Fokus aber auf den Mittwoch. "Die Medaille mit dem Team bleibt als Zielsetzung für diese WM bestehen."




















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