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Lufthansa-Gruppe setzt Absicherung von Kerosinpreisen temporär aus
Durch die Explosion der Kerosinpreise ist der Lufthansa-Gruppe das Absichern des Treibstoffeinkaufs zu teuer geworden. Der Luftfahrtkonzern hat das Hedging in den letzten Wochen aufgrund der temporär hohen Preise ausgesetzt.
Dies sagte eine Unternehmenssprecherin am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Im Gegensatz zu einer Reihe von Konkurrenten kauft der deutsche Konzern seinen Treibstoff weit im Voraus ein, um sich gegen plötzliche Preissprünge abzusichern (im Fachjargon "Hedging" genannt).
Konkret erstreckt sich die Hedging-Strategie der Lufthansa-Gruppe über einen Zeitrahmen von 24 Monaten, wobei sechs Monate vor geplantem Abflug (= geplantem Kerosinverbrauch) laut der Sprecherin die Zielquote von 85 Prozent erreicht sein soll. In den 18 Monaten davor wird die Hedging-Position graduell aufgebaut.
"Unser Kerosinbedarf für das Jahr 2026 ist zu rund 80 Prozent abgesichert, für das Jahr 2027 zu rund 40 Prozent", sagte die Lufthansa-Sprecherin: "Mit diesem Sicherungsgrad stehen wir besser da als die meisten Wettbewerber." Die Gruppe werde aber das Hedging wie gewohnt wieder aufnehmen und keine strukturelle Änderung vornehmen. Wann das sei, sagte die Sprecherin nicht.
Zuschläge erhöht
Um die Preisexplosion durch den Iran-Krieg aufzufangen, hat die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss und die Edelweiss gehören, die so genannte "International Surcharge" zuletzt erhöht. Allerdings sind nicht nur die Kerosinpreise schuld: Kostentreiber seien auch Flugausfälle und der komplexere Flugbetrieb - beispielsweise wegen der Umleitungen, weil die Kriegsgebiete umflogen werden müssen, wie die Sprecherin erklärte.
Andererseits führen veränderte Reisegewohnheiten zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage nach bestimmten Reisezielen. Die angebotenen Preise richteten sich daher nach Angebot, Nachfrage sowie der Kostenentwicklung, erklärte die Unternehmenssprecherin.
















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