Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Lufthansa mit Rekordumsatz und weniger Verlust im Startquartal
Der Lufthansa-Konzern ist mit Schwung ins neue Jahr gestartet. Von Januar bis März erzielte die Gruppe, zu der auch die Swiss gehört, einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekord für ein Startquartal.
Gleichzeitig konnte die Lufthansa-Gruppe den traditionellen Verlust zum Jahresauftakt deutlich verkleinern. Der bereinigte Betriebsverlust (adj. EBIT) schrumpfte auf 612 Millionen Euro. Das sei eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr, als ein Betriebsverlust von 722 Millionen angefallen sei, schrieb die Lufthansa am Mittwoch in einem Communiqué.
Unter dem Strich musste der Konzern noch einen Verlust von 665 Millionen Euro hinnehmen. Das ist ein Viertel weniger als im Vorjahr.
Gleichzeitig bleibe die globale Nachfrage nach Flugreisen hoch und zeige sich auch in Krisenzeiten robust. Deshalb erwartet die Lufthansa Group erneut einen starken Reisesommer, wie es hiess. "Zusätzliche Impulse kommen aus Verschiebungen von Passagierströmen: Reisende weichen vor dem Hintergrund der Krise im Mittleren Osten verstärkt von Flughäfen in der Golfregion auf die Drehkreuze der Lufthansa Group aus."
Tankrechnung viel teurer
Gleichzeitig führe die Schliessung der Strasse von Hormus zu einer Verknappung des Kerosinangebots und damit zu einem signifikanten Anstieg der Kerosinpreise. Dies belastet die Kostenbasis der Lufthansa Group Airlines erheblich. Obwohl der Kerosinbedarf für das laufende Jahr bereits zu rund 80 Prozent durch die Treibstoffpreissicherung abgesichert ist, führen die gestiegenen Kerosinpreise zu Mehrkosten von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2026. Damit würde die Tankrechnung auf 8,9 Milliarden Euro steigen.
Mit einem Treibstoffmangel rechnet der Konzern in seinen Heimmärkten nicht: "Auch wenn derzeit an keinem der Lufthansa Group Drehkreuze mit Einschränkungen in der Kerosinversorgung zu rechnen ist, stellt eine möglicherweise reduzierte Verfügbarkeit von Treibstoff im weiteren Jahresverlauf einen weiteren Risikofaktor dar", hiess es.
Dennoch behält Lufthansa Group die Prognose für das Gesamtjahr bei: Sie will ein operatives Ergebnis erzielen, das signifikant über dem Vorjahr von 1,96 Milliarden Euro liegt.

















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar