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Mauro Lustrinelli wird Trainer von Union Berlin
Der FC Thun verliert seinen Meistertrainer. Mauro Lustrinelli wechselt in die Bundesliga zu Union Berlin.
Erfolg hat seinen Preis - nicht nur im finanziellen, sondern auch im personellen Bereich. Spieler und Trainer rücken mit erfolgreichem Tun in den Fokus. Sie wecken das Interesse anderer, grösserer Vereine, auch in grösseren, bedeutenderen Ligen.
Der 50-jährige Lustrinelli hat mit seiner Arbeit in Thun selbstredend dieses Interesse geweckt. Wer aus einem Aufsteiger mit bescheidenen Mitteln ohne Verzögerung einen Meister macht, der kann was, der hat seine Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten machen sie sich nun bei Union Berlin zunutze, beim Bundesligisten, der mit Urs Fischer als Trainer in jüngster Vergangenheit seinerseits einen Aufschwung selten gesehenen Ausmasses erlebt hat. Auch der in Zürich-Affoltern aufgewachsene gebürtige Luzerner hat den Weg in Deutschlands Hauptstadt unter anderem nach einem Engagement in Thun gefunden.
Wechsel trotz laufendem Vertrag
Die mögliche Liaison zwischen Union Berlin und Lustrinelli kam schnell einmal über den Wert eines Gerüchts hinaus. Der Tessiner selber, dessen Vertrag im Berner Oberland noch eine Laufzeit von zwei Saisons gehabt hätte, hatte mit Aussagen die Möglichkeit der Luftveränderung befeuert. "Bezüglich meiner beruflichen Zukunft stehe ich mit den Leuten des FC Thun und meinem Umfeld im Austausch. Mehr gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu sagen." Die Sätze sind am Mittwoch auf Internet-Portalen publik gemacht worden.
Schon am Donnerstag hatte Lustrinelli dann mehr zu sagen, vor allem viele Dankesworte. "Danke von Herzen an meine Spieler, für euren Willen, eure Leidenschaft und die Energie, mit der ihr jeden einzelnen Tag gelebt habt. Danke auch an den Staff für eure Hingabe, euren Einsatz und die vielen Momente voller Freude und Spass. Danke zudem an den Verein, der mir in jeder Situation grosses Vertrauen und Unterstützung geschenkt hat", lässt sich Lustrinelli in der Medienmitteilung des FC Thun zitieren.
"Eine Ehre für den FC Thun"
Trotz des laufenden Vertrages wollte die Führungsriege in Thun Lustrinelli keine Steine in den Weg legen. Sie ist dessen Wunsch nach beruflicher Veränderung, dem Willen, den nächsten Schritt zu tun, ohne Umschweife nachgekommen. "Wir haben Mauro sehr viel zu verdanken. Es ist eine Ehre für den FC Thun, dass der Trainer den direkten Sprung in die Bundesliga machen darf - das gab es noch nie", lässt Klub-Präsident Andres Gerber ausrichten. Über die Modalitäten des Wechsels haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.
An der Alten Försterei folgt Lustrinelli auf Marie-Louise Eta. Die Deutsche hatte das Amt in der Schlussphase der Bundesliga-Saison von ihrem freigestellten Landsmann Steffen Baumgart übernommen. Eta steht nunmehr wie schon länger geplant beim Frauen-Team von Union Berlin in der Verantwortung.
Wer in Zukunft beim FC Thun auf dem Trainerstuhl sitzt, ist noch nicht bekannt.

















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