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Mehr Fälle für die Bündner Gerichte
Die Fallzahlen bei den Bündner Gerichten sind 2025 gestiegen. Beim Obergericht, das im vergangenen Jahr seine Tätigkeit aufgenommen hat, gingen 1460 Fälle ein. Bei den elf Regionalgerichten wurde ein Rekordwert erreicht.
Die in den Bündner Regionen ansässigen Gerichte verzeichneten im Jahr 2025 insgesamt 8074 Neueingänge. Dies sind 666 Fälle mehr als im Vorjahr, wie aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht, der den Anstieg als "massiv" bezeichnet. "Auch die Zahl der erledigten Fälle erreichte mit 7696 einen Rekord. Die Pendenzen per Ende Jahr sind ebenfalls stark angestiegen – mit 378 Fällen mehr als noch 2024", heisst es im Bericht.
Die meisten Fälle, nämlich 2031, wurden beim Regionalgericht Plessur verzeichnet, zu dessen Einzugsgebiet auch Chur GR gehört.
Alle Regionalgerichte berichten, dass die Ausweitung der Kompetenzen der Einzelrichterinnen und Einzelrichter, die mit der Justizreform 3 per Anfang 2025 eingeführt wurde, spürbare Auswirkungen hatte. 97 Prozent der eingegangenen Fälle wurden von Einzelrichtern behandelt. "Die Zahl der von Kollegialgerichten behandelten Fälle sowie die Einsätze der Milizmitglieder sind deutlich zurückgegangen", heisst es im Jahresbericht.
Auch beim Obergericht, das seit Anfang 2025 das ehemalige Kantons- und das Verwaltungsgericht vereint, wurde ein Zuwachs der Fälle registriert. Der Anstieg betraf vor allem die Justizverwaltung sowie die zweite Strafkammer, die öffentlich-rechtliche Abteilung (Verwaltungsrechtskammer) und die erste sozialversicherungsrechtliche Kammer. Die Zahl der Pendenzen ging im Vergleich zum Januar 2025 bis Ende Jahr hingegen zurück.

















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