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Keystone-SDA | Samstag, 10. Januar 2026

Melanie Hasler gewinnt EM-Gold in St. Moritz

Melanie Hasler wird in St. Moritz Europameisterin im Monobob. Die 27-Jährige Aargauerin ist die beste Europäerin und steht zudem erstmals in dieser Saison auf dem Weltcup-Podest.

Im Monobob-Rennen in St. Moritz, in dem neben Weltcup-Punkten auch die EM-Medaillen vergeben wurden, ist Melanie Hasler vor der Österreicherin Katrin Beierl und der Deutschen Laura Nolte die beste Europäerin.

Historischer Titel

Zuletzt an der Spitze Europas stand die Schweiz 2016. Beat Hefti und Alex Baumann triumphierten ebenfalls in St. Moritz. Bei den Frauen liegt der letzte EM-Titel gar noch länger zurück. Fabienne Meyer und Tanja Mayer kürten sich, als erste Schweizerinnen überhaupt, 2014 in Königssee zu Europameisterinnen.

Hasler selbst war bereits einige Male knapp dran. Am Samstag überbot sie nun ihre Leistung von vor einem Jahr. Damals gewann sie im norwegischen Lillehammer EM-Silber im Monobob. "Ich kann es fast nicht glauben", sagte Hasler nach dem Rennen zu SRF. "Ich habe daheim schon EM-Bronze und zweimal EM-Silber. Ich habe gebetet, dass es noch für Gold reicht. Und jetzt hat es wirklich gereicht."

Auch auf dem Weltcup-Podest

Neben dem EM-Titel stand Hasler im zweitletzten Monobob-Rennen der Saison auch erstmals in dieser Saison auf dem Weltcup-Podest. Mit 0,53 Sekunden Rückstand auf die siegreiche Australierin Bree Walker wurde sie Zweite.

"Das ist sicher eine Motivation. Ich weiss, ich kann voll vorne dabei sein", sagt Hasler mit Blick auf die Olympischen Spiele im Februar. Es sei zwar eine ganz andere Bahn, aber sie wolle einfach das Positive mitnehmen.

Debora Annen und Inola Blatty verpassten die Medaillenränge als EM-Fünfte und -Achte. Blatty, die in dieser Saison erstmals im Weltcup startet, hatte nach dem 1. Lauf noch eine vielversprechende Ausgangslage inne gehabt. Doch als drittbeste Europäerin unterliefen der Luzernerin einige Fehler im 2. Lauf, weswegen sie in der Weltcup-Rangliste gar ausserhalb der Top 10 landete. Der 13. Rang ist dennoch Blattys Karriere-Bestergebnis.

Männer beenden Rennen ohne Medaille

Weniger erfolgreich verlief der Samstag derweil für die Schweizer Männer im Zweierbob. Michael Vogt fuhr knapp am EM-Podest vorbei. Der 28-Jährige wurde beim parallel ausgetragenen Weltcup gemeinsam mit Anschieber Amadou Ndiaye EM-Vierter und fünfter in der Gesamtwertung.

Den EM-Titel und Weltcupsieg sicherte sich Deutschland mit dem Duo Johannes Lochner/Georg Fleischhaue, gefolgt von den Landsmännern Francesco Friedrich/Alexander Schüller und dem Duo aus Grossbritannien mit Brad Hall und Taylor Lawrence.

Die weiteren Schweizer Teams schlossen das Weltcuprennen ausserhalb der Top Ten ab. Timo Rohner und Luca Rolli fuhren in den 11. Rang, während Cédric Follador und Enrico Güntert 16. wurden.

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