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Keystone-SDA | Sonntag, 26. April 2026

Nächtliche Ausgangssperre in Bamako nach Islamisten-Angriff in Mali

Nach einem koordinierten Islamistenangriff in mehreren Städten Malis ist in der Hauptstadt Bamako eine nächtliche Ausgangssperre verhängt worden. Sie gelte in der Zeit von 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr und könne bei Bedarf verlängert werden, hiess es in einer Anordnung des Bezirksgouverneurs.

Das Militär hatte am Samstagabend von umfangreichen Durchsuchungen in Bamako und den anderen angegriffenen Städten berichtet und betont, die Lage sei unter Kontrolle. Der Flughafen von Bamako, der am Samstag den Betrieb wegen Kämpfen in der Umgebung eingestellt hatte, war am Sonntag wieder geöffnet.

Ein Sprecher von UN-Generalsekretär António Guterres teilte mit, Guterres sei tief besorgt über die Berichte aus Mali und ruft zu einem gemeinsamen internationalen Vorgehen auf, um auf die Bedrohung durch gewaltsamen Extremismus im Sahel zu reagieren.

Die UN-Friedenstruppe Minusma hatte im Dezember 2023 auf Wunsch der Militärregierung in dem westafrikanischen Land Mali nach zehn Jahren verlassen. Auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr waren dort im Rahmen der Stabilisierungsmission im Einsatz gewesen.

Experten hatten die koordinierten Angriffe als massive Eskalation des Konflikts in Mali bezeichnet. In den vergangenen Jahren kam es in dem Sahel-Staat immer wieder zu Attacken der seit 2017 bestehenden Terrorgruppe JNIM, die der westafrikanische Zweig von Al Kaida ist.

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