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Keystone-SDA | Freitag, 12. Juni 2026

Nato baut Friedenstrupp im Kosovo ab - Swisscoy nicht betroffen

Die Nato hat eine Reduzierung ihrer KFOR-Friedenstruppe im Kosovo angekündigt. Für die Schweizer Soldatinnen und Soldaten der Swisscoy ändert sich aber nichts. Sie erfüllen weiterhin ihre Aufträge vor Ort.

Wegen der stabilen Sicherheitslage sieht die Nato vor, ihre Truppenstärke im kommenden Jahr schrittweise abzubauen, wie das Oberkommando der Alliierten Streitkräfte in Europa (SHAPE) am Freitag mitteilte.

Weil sich die Schweiz nicht mit Infanteriekräften an der Mission beteilige, habe die Ankündigung keinen Einfluss auf die Leistungen der Swisscoy, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Das Schweizer Kontingent erfülle weiterhin missionskritische Aufträge, beispielsweise in der Lagebeobachtung, im Transportwesen oder im Hauptquartier der KFOR. Der Maximalbestand der Swisscoy liege derzeit bei 215 Armeeangehörigen.

Nach gewalttätigen Zwischenfällen im Jahr 2023 sei die KFOR mit Reservekräften der Nato verstärkt worden. Seither habe sich die Sicherheitslage zwar stabilisiert, bleibe aber volatil, so die Einschätzung aus dem VBS.

Aktuell stehen rund 4600 Soldatinnen und Soldaten für die Nato-geführte Kosovo Force (KFOR) im Einsatz. Die USA, die rund 600 Soldaten stellen, hatten zuvor signalisiert, ihre Beteiligung an der KFOR zu reduzieren. Insgesamt beteiligen sich 31 Länder an der Mission.

Seit 1999 leistet die Schweizer Armee im Kosovo ihren bislang grössten Auslandseinsatz. Ziel der Nato-Mission im Kosovo ist es, ein sicheres Umfeld für den Aufbau einer zivilen Friedensordnung zu schaffen und zu erhalten sowie die öffentliche Sicherheit und Ordnung zu garantieren.

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