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Neue Schweizer Trümpfe beim Jubiläums-Weltcup in Lenzerheide
Die zehnte Ausgabe des Mountainbike-Weltcups in Lenzerheide ist auch ein Neuanfang. Im Jahr 1 nach Nino Schurter mischen die Schweizer mit neuen Trümpfen vorne mit. Wissenswertes in fünf Akten.
Der Sonntag gehört dem Cross-Country
Der Höhepunkt in Lenzerheide bleiben die olympischen Cross-Country-Rennen am Sonntag. Die Strecke ist technisch anspruchsvoll und selektiv, gespickt mit langen Anstiegen und schnellen Abfahrten. Lokalmatador Nino Schurter kürte sich vor seinem Heimpublikum unter anderem zum Weltmeister und Rekord-Weltcupsieger und lockte das Publikum in Scharen an.
Der Samstag bietet Spektakel
Los geht es am Freitag mit den Short-Track-Rennen. Am Samstag sorgen die Downhill-Spezialisten für Spektakel. Für Lisa Baumann sind Podestränge dort nicht ausser Reichweite.
Neue Schweizer Trümpfe
2026 ist die Ausgangslage aus Schweizer Sicht so offen wie lange nicht. Nach fast zwei Jahrzehnten mit Schurter als Fixpunkt sucht die Schweiz ein neues Aushängeschild. Ohne Lokalmatador und Publikumsmagnet Schurter gehören am Sonntag im Cross-Country insbesondere Dario Lillo, Filippo Colombo und Fabio Püntener zu den Anwärtern auf den Sieg. Auch Mathias Flückiger und Lars Forster könnten den starken Franzosen und der weiteren internationalen Spitzenkonkurrenz Paroli bieten.
Bei den Frauen nimmt es Sina Frei auf Augenhöhe mit Jenny Rissveds auf. Dahinter lauern Nicole Koller und die Short-Track-Weltmeisterin und zweifache Gesamtweltcupsiegerin Alessandra Keller, die nach ihrem Triumph am Cape Epic später in den Weltcup eingestiegen ist und sich der Spitze von Rennen zu Rennen wieder genähert hat.
Gut zu wissen
Wer sind die neuen Schweizer an der Spitze? Der bisher auffälligste ist Dario Lillo. Der Ostschweizer lancierte die Saison mit seinem Sieg in Südkorea mit einem Paukenschlag und tauchte seither regelmässig vorne auf. Sein Triumph im schwierigen Auftaktrennen unter extremen Bedingungen war ein Statement.
Filippo Colombo gehört seit Längerem zur erweiterten Weltspitze. Der 28-jährige Tessiner bringt die Mischung aus Explosivität und Ausdauer mit, die auch am Sonntag gefragt ist. Das Potenzial für den grossen Durchbruch ist vorhanden. Was noch aussteht, ist der Schritt zum Gesamtweltcupsieger sowie zum WM- oder Olympiamedaillengewinner.
Eine besondere Geschichte liefert Fabio Püntener. Der 26-Jährige rückte nach Schurters Abschied ins Scott-Team und übernahm dort den Platz des Rekordweltmeisters. Die Nachfolge ist sportlich nicht automatisch vergeben, ein Kandidat für einen Podestplatz ist der gross gewachsene Urner nach "verlorenen Jahren" wegen gesundheitlicher und verletzungsbedingter Rückschläge inzwischen gleichwohl.
Die internationale Messlatte setzten zuletzt, zumindest in Abwesenheit des nur sporadisch antretenden Olympiasiegers Tom Pidcock, meist die aufstrebenden Franzosen. Luca Martin hat sich bereits als Siegfahrer etabliert. Mathis Azzaro gehört ebenfalls regelmässig zu den Schnellsten, Adrien Boichis machte zuletzt mit seinem ersten Weltcupsieg auf sich aufmerksam.
Frei, Keller und Koller gegen die Weltmeisterin
Bei den Frauen geht Sina Frei als erste Herausforderin von Jenny Rissveds ins Rennen. Die Zürcherin, bei den Juniorinnen einst Seriensiegerin und 2021 Olympiazweite in Japan, ist formidabel in die Saison gestartet und mischt nun regelmässig zuvorderst mit. Mehrfach duellierte sie sich zuletzt mit der schwedischen Weltmeisterin, der wahrscheinlich stärksten Fahrerin der Gegenwart, die sich am letzten Wochenende in Nove Mesto die Führung im Gesamtweltcup von Frei eroberte.
Auch Nicole Koller und Alessandra Keller gehören zu den Schweizer Podestanwärterinnen. Keller bringt mit 30 Jahren viel Erfahrung mit. Als Siegerin im Vorjahr in Lenzerheide und Short-Track-Weltmeisterin in Crans-Montana hat sie gezeigt, dass sie mit dem Druck eines Heimrennens umgehen kann. Koller wiederum ist seit Monaten sowohl im Short Track als auch im Cross-Country regelmässig vorne dabei.

















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