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Keystone-SDA | Dienstag, 27. Januar 2026

Neuer Satellit liefert erste Bilder für bessere Wetterprognosen

Der neue Wettersatellit "Meteosat Third Generation-Sounder" hat erste Bilder zur Erde geschickt. Die Bilder sollen helfen, Wetterextreme wie schwere Stürme künftig präziser vorherzusagen. Auch in der Schweiz.

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat die Aufnahmen am Dienstag an der European Space Conference in Brüssel vorgestellt. Sie stammen vom Satelliten Meteosat Third Generation-Sounder (MTG-S), der im Juli 2025 ins All gestartet ist.

Die Satellitenbilder, die in einer Höhe von etwa 36'000 Kilometern über der Erde aufgenommen wurden, zeigen die Temperaturen an der Erdoberfläche und an der Oberseite von Wolken, die Luftfeuchtigkeit. Andere Aufnahmen stellen die Luftfeuchtigkeit in der Atmosphäre dar.

"Wir gehen davon aus, dass die Daten dieser Mission die Art und Weise verändern werden, wie wir schwere Stürme über Europa vorhersagen", liess sich ESA-Direktorin für Erdbeobachtungsprogramme Simonetta Cheli in einer Mitteilung der ESA zur Veröffentlichung der Bilder zitieren. Der Satellit liefert alle 30 Minuten neue Daten über Temperatur und Luftfeuchtigkeit für Europa und Teile Nordafrikas. Dies soll Meteorologen helfen, insbesondere die Entwicklung von schweren Stürmen genauer zu prognostizieren.

Auch die Schweiz profitiert

Von den Daten profitiere auch die Schweiz, teilte das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteoschweiz) nach dem Start des Satelliten im Juli mit. In einer Anfangsphase werden die Daten des neuen Satelliten demnach zwar nicht direkt von Meteoschweiz verarbeitet, sie fliessen aber in die Modelle des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage ein. "Man erwartet, dass dadurch die Vorhersagequalität noch weiter verbessert wird, wovon alle europäischen Wetterdienste - und somit auch die Schweiz - indirekt profitieren werden", so Meteoschweiz.

In Zukunft sei es zudem wahrscheinlich, dass die Daten auch in die Kurzfrist-Vorhersagesysteme von Meteoschweiz einfliessen würden.

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