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NGO: 2025 tödlichstes Jahr für Journalisten und Medienschaffende
Im Jahr 2025 sind laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) so viele Journalisten und Medienschaffende getötet worden wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht. Insgesamt seien 129 derartige Todesfälle gezählt worden, teilte das CPJ in New York mit. Den Angaben zufolge gehen die meisten der Todesfälle auf Israel zurück.
"Israel war sowohl im Jahr 2025 als auch im Jahr 2024 für zwei Drittel aller Tötungen von Pressevertretern verantwortlich", hiess es in dem Bericht. Mehr als 60 Prozent der 86 vonseiten Israels getöteten Pressevertreter seien Palästinenser gewesen, die aus dem Gazastreifen berichteten. An zweiter Stelle insgesamt folgt weit abgeschlagen der Sudan mit neun getöteten Presseangehörigen. Im Kontext des Ukrainekrieges seien im vergangenen Jahr vier Tote gezählt worden.
"Kultur der Straflosigkeit"
Die Organisation kritisierte zudem eine "Kultur der Straflosigkeit für Angriffe auf die Presse". 47 der 129 Fälle klassifiziert das CPJ als Fälle, in denen Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden seien. Für 81 Prozent dieser Todesfälle sei Israel verantwortlich. In Fällen gezielter Tötung sei nur sehr selten transparent ermittelt worden sei, monierte das CPJ.
Der Gazastreifen gilt derzeit als der weltweit gefährlichste Einsatzort für Journalistinnen und Journalisten. Israel hatte Journalisten im Gazastreifen mehrfach vorgeworfen, sie seien für die Hamas im Einsatz gewesen.
Das CPJ dokumentiert eigenen Angaben zufolge Fälle von getöteten Pressevertretern seit 1992.
















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