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Keystone-SDA | Donnerstag, 28. Mai 2026

Nur Medaillen zählen für Schweden

Für Schweden sind an Weltmeisterschaften nur Medaillen gut genug. Ein Scheitern im Viertelfinal am Donnerstagabend gegen die bislang makellose Schweiz würde den hohen Erwartungen nicht entsprechen.

Schweden gilt im Eishockey als vorbildliche Nation bezüglich der Nachwuchsarbeit. In dieser Saison gewannen die Skandinavier sowohl an der U18- als auch an der U20-WM die Goldmedaille. Doch bei den Erwachsenen liegt der elfte und letzte Weltmeistertitel acht Jahre zurück, als die Schweden im Final die Schweiz 3:2 nach Penaltyschiessen bezwangen.

In der Folge scheiterten sie viermal in Serie in den Viertelfinals, ehe sie in den letzten beiden Jahren immerhin zweimal Bronze holten. An den diesjährigen Winterspielen schaute nach einer 1:2-Niederlage nach Verlängerung im Viertelfinal gegen den späteren Olympiasieger der 7. Platz heraus. Das entspricht nicht den hohen eigenen Ansprüchen, wo an den grossen Turnieren nur Medaillen zählen.

Den Erwartungen wurden die Schweden an dieser WM bisher nicht gerecht. Erst am letzten Spieltag der Vorrunde qualifizierten sie sich dank eines 4:2-Sieges gegen die Slowakei für die Viertelfinals - wobei ein Erfolg nach 60 Minuten nötig war, um weiterzukommen. Zuvor gab es Niederlagen gegen Kanada (3:5), Tschechien (3:4) und vor allem Norwegen (2:3).

Erfahrung und viel Talent

Das schwedische Kader besteht aus zwölf NHL-Spielern, von denen die Verteidiger Oliver Ekman-Larsson und Mattias Ekholm sowie Stürmer Lucas Raymond hervorzuheben sind. Erstere haben über 1000 Partien in der besten Eishockey-Liga der Welt bestritten, nämlich 1199 respektive 1091. Ekholm bildete bei den Nashville Predators lange ein Duo mit dem Schweizer Roman Josi. Raymond erzielte in den letzten drei NHL-Saisons 83 Tore und 145 Assists in 244 Partien für die Detroit Red Wings und ist aktuell mit elf Punkten (fünf Treffer) der beste schwedische Skorer an dieser WM. Neben viel Erfahrung ist das Team auch mit vielversprechenden Talenten gespickt - fünf Spieler sind Jahrgang 2006 oder jünger. Einer davon ist der 18-jährige Ivar Stenberg, der in der Vorrunde mit je vier Toren und Assists brilliert hat.

Gecoacht wird das Team von Sam Hallam, der ab der kommenden Saison an der Bande von Genève-Servette stehen wird. Der 46-Jährige ist beeindruckt vom Schweizer Spiel, dementsprechend gross ist der Respekt vor dem in der Vorrunde makellosen WM-Gastgeber. Dennoch wird in der Heimat der Halbfinal-Einzug erwartet, ein Scheitern wäre eine grosse Enttäuschung.

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