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Odermatt mit dem vierten Streich in der Lauberhornabfahrt
Marco Odermatt gewinnt zum vierten Mal in Folge die Lauberhornabfahrt. Der Nidwaldner siegt in Wengen vor Vincent Kriechmayr und dem erneut starken Super-G-Sieger Giovanni Franzoni.
Odermatt zauberte in dem wegen Windböen auf den Super-G-Start beim Windschopf verkürzten Rennen eine nahezu perfekte Fahrt in den Berner Oberländer Schnee. Kriechmayr distanzierte er über die gut eineinhalb Minuten um 0,79 Sekunden, Franzoni um neun Zehntel.
Der Italiener Franzoni, der die beiden Abfahrtstrainings dominiert hatte und am Freitag den Super-G gewann, machte es mit Startnummer 28 trotz abbauender Piste noch einmal spannend - und stiess Franjo von Allmen um drei Hundertstel vom Podest. Weitere zwei Hundertstel dahinter belegte Alexis Monney den 5. Rang.
Mit seinem vierten Triumph schwang sich Odermatt zum alleinigen Rekordsieger von Wengen auf. Franz Klammer und Beat Feuz hatten sich in ihrer Karriere jeweils dreimal in der Lauberhornabfahrt durchgesetzt. Mehr als zweimal in Folge gewann das Traditionsrennen am Fuss von Eiger, Mönch und Jungfrau ausser Odermatt seit der Premiere vor 59 Jahren keiner.
Auch sonst schraubt der Dominator der letzten Jahre weiter an seinem Denkmal. In dieser Saison stehen in der Abfahrt die Ränge 1, 1, 1 und 2 zu Buche. Zum achten Mal in Folge stieg er im Weltcup auf das Abfahrtspodest, zum letzten Mal war er im März 2023 nicht in den Top 7.
Auch Von Allmen, der Odermatt vor dem Jahreswechsel in Gröden bezwungen hat und im Vorjahr am Lauberhorn als Zweiter hinter Odermatt für einen Schweizer Doppelsieg gesorgt hatte, besticht mit Konstanz: Zum sechsten Mal in den letzten sieben Abfahrten klassierte er sich in den Top 5. Auch dank ihm stehen die Schweizer Speedfahrer in der Abfahrt bei nunmehr 18 Podestplätzen in Folge.
Hinter Odermatt und Von Allmen, den beiden unbestritten besten Abfahrern der Gegenwart, überzeugten am Samstag auch andere Schweizer. Monney trennten als Fünfter bloss fünf Hundertstel vom Podest. Marco Kohler reihte sich mit der Startnummer 21 im 13. Rang ein, gefolgt von Stefan Rogentin (14.), Justin Murisier (16.) und Niels Hintermann (20.). Für Murisier ist es die 15. Abfahrt in Folge in den Punkten - eine Serie, die neben ihm nur Odermatt vorweisen kann.
Am Sonntag wird das diesjährige Lauberhorn-Wochenende mit dem Slalom abgerundet. Im Stangenwald ist die Schweizer Bilanz in Wengen weniger bestechend: Der letzte Schweizer Sieg datiert von 1987 (Joël Gaspoz). 2022 beendete Daniel Yule eine 23-jährige Schweizer Podest-Durststrecke, 2023 stieg Loïc Meillard als Zweiter als letzter Schweizer auf das Podest. Der erste Lauf beginnt um 10.00 Uhr, der zweite um 13.00 Uhr.
















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