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Odermatt: "Mit Druck fahre ich besser"
Am Samstag kann Marco Odermatt - einmal mehr - Historisches schaffen: Beim Weltcup in Adelboden könnte er mit dem fünften Sieg zum Rekordhalter Ingemar Stenmark aufschliessen.
Wenn Marco Odermatt fährt, geht es seit einigen Jahren fast immer auch um einen weiteren Eintrag in den Geschichtsbüchern. Am Chuenisbärgli winkt am Samstag die nächste Chance. Nach Ingemar Stenmark (1979 bis 1984) könnte der 28-jährige Nidwaldner als zweiter Fahrer der Skigeschichte das Traditionsrennen zum fünften Mal gewinnen.
Zusätzlicher Druck? Der Ausnahmekönner lächelt. "Das ist nicht ein Rekord, dem ich jetzt speziell Beachtung schenke", sagt Odermatt am Donnerstagabend in Adelboden. Erstmals seit sechs Jahren ist er nicht mit der roten Startnummer als Leader im Riesenslalom-Weltcup ins Berner Oberland gereist. Stefan Brennsteiner weist fünf Punkte Vorsprung auf. Also weniger Druck? Marco Odermatt lächelt auch da. "In Adelboden habe ich immer Druck. Gefühlt bin ich ja sowieso immer der Gejagte."
Das stört Odermatt aber überhaupt nicht. "Ich fahre besser, wenn ich Druck habe", stellt er fest. Das sei heute anders als noch zu Beginn seiner Karriere. Odermatt wird am Chuenisbärgli also auch am Samstag wieder der Topfavorit sein. Mit zwei Zehntelsekunden setzte sich der Innerschweizer vor einem Jahr durch, wo aufgrund des Wetters am Sonntag gestartet wurde - vor Loïc Meillard. Der Neuenburger ist langsam in die Saison gestartet, kam aber zuletzt wieder besser in Fahrt.
"Die Entwicklung ist gut", zeigt sich der Neuenburger zuversichtlich. "Es galt loszulassen und Fehler zu akzeptieren." Nun will er in Adelboden nach drei Podestplätzen nach dem ersten Sieg greifen - am Samstag im Riesenslalom oder am Sonntag im Slalom. Gesundheitlich geht es wieder besser. "Der Rücken ist gut", versichert er, auch nach siebeneinhalb Stunden Autofahrt von Madonna di Campiglio ins Berner Oberland. "In den letzten Wochen konnte ich den Fokus voll auf das Skifahren legen."
















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