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Ohne Panzer und Raketen - Putin nimmt Militärparade ab
Auf dem Roten Platz in Moskau hat unter massiven Sicherheitsvorkehrungen die grosse Militärparade zum Tag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit Tausenden Soldaten begonnen. Kremlchef Wladimir Putin nimmt aus Angst vor ukrainischen Drohnenangriffen die Parade diesmal ohne Panzer, Raketen und Militärtechnik ab.
Der abgespeckte Aufmarsch mit weniger Gästen gilt auch als ein Symbol für die Lage in Putins seit mehr als vier Jahren andauerndem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Russland ist bei der Invasion zunehmend durch Gegenangriffe Kiews unter Druck. Die Kämpfe stecken in einer Sackgasse.
Putin hält eine Rede zum 81. Jahrestag des Sieges im Grossen Vaterländischen Krieg, wie der sowjetische Teil des Zweiten Weltkriegs offiziell heisst. Geschützt wird der Präsident bei dem öffentlichen Auftritt vor internationalen Gästen durch ein extremes Sicherheitsaufgebot. Auch das mobile Internet ist abgeschaltet.
Kampffliegerstaffel soll Parade am Moskauer Himmel beenden
Überraschend hatte US-Präsident Donald Trump eine zwischen Kiew und Moskau vermittelte Waffenruhe und den geplanten Austausch von 1.000 gegen 1.000 Kriegsgefangene bekanntgegeben. Die Waffenruhe gilt demnach bis 11. Mai. Am Morgen gab es zunächst keine offiziellen Berichte über mögliche Verstösse gegen die Vereinbarung.
Russland hatte zuvor selbst wegen des Tages des Sieges über Nazi-Deutschland eine Einstellung aller Truppenbewegungen vom 8. bis 10. Mai angekündigt. Allerdings gab es weiter Kämpfe und Angriffe.
An der Parade nehmen auch Soldaten der russischen Invasion in der Ukraine teil. Eine Staffel russischer Kampfflieger, die den Himmel mit den Farben der russischen Flagge koloriert, sollte den Abschluss bilden.
Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 in Berlin fiel in Moskau schon in die frühen Morgenstunden des 9. Mai. Deshalb begeht Russland immer zu diesem Datum den Tag des Sieges.

















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