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Olympia-Teams verpassen die Weltmeisterschaften
Beide Schweizer Teams, die an den Winterspielen im Mailand-Cortina Medaillen gewonnen haben, verpassen an den Schweizer Curling-Meisterschaften in Bern die Qualifikation für die Weltmeisterschaften.
Silber (Frauen) und Bronze (Männer) holten die Schweizer Curling-Teams vor einer Woche an den Winterspielen. Danach hetzten die Teams von Skip Silvana Tirinzoni und Skip Yannick Schwaller umgehend zurück nach Bern, um sich an den Schweizer Meisterschaften die Spielberechtigung für die Weltmeisterschaften im März in Calgary (Frauen) und Ogden/USA (Männer) zu sichern. Am Ende missriet das Unterfangen beiden Olympia-Teams.
Die viermaligen Weltmeisterinnen und Olympia-Silbermedaillengewinnerinnen um Skip Tirinzoni müssen dem Team vom Grasshopper Club um Skip Xenia Schwaller den Vortritt lassen. Am Freitag hatte das Team Tirinzoni den ersten Final noch mit 6:5 nach Zusatzend gewonnen. Am Samstag gelang den Frauen vom Grasshopper Club in der Best-of-3-Serie mit zwei Siegen noch der Umschwung. Zuerst gewann das Team um Xenia Schwaller mit 7:5 (nach 3:4-Rückstand), danach die Belle sogar mit 7:3 (nach 0:2-Rückstand).
Dem Männer-Team des CC Genf um Skip Yannick Schwaller erging es nicht besser. Nach einem klar gewonnenen ersten Final (6:1 am Freitag) setzte sich am Samstag das Team Glarus mit Justin Hausherr, Simon Gloor, Skip Marco Hösli und Philipp Hösli mit 6:5 und 5:4 durch. Auch das Team Schwaller brachte in den Playoff-Spielen vom Samstag Führungen nicht über die Ends.
Die Schweizer Olympia-Teams hatten sich während den Schweizer Meisterschaften darüber beklagt, dass sie unmittelbar nach den Winterspielen zur WM-Qualifikation antreten mussten. Andererseits ist es in anderen Ländern durchaus Usus, dass andere Teams an die Weltmeisterschaften reisen dürfen.
Das GC-Team mit Skip Xenia Schwaller und das Männer-Team aus Glarus mit Skip Marco Hösli werden beide erstmals an Titelkämpfen starten.
Die Schweizer Meisterschaften in Bern profitierten vom Curling-Boom nach Olympia. An allen Tagen strömten ungewohnt viele Zuschauer in die Berner Curlinghalle.
















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