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Keystone-SDA | Samstag, 14. Februar 2026

Platz 7 für Schweizer Frauen bei Staffel-Drama

Das Schweizer Frauenquartett schliesst das Staffel-Drama über 4x7,5 km im 7. Rang ab. Nadine Fähndrich kommt mit einer Minute Rückstand auf Bronze ins Ziel, Gold geht unerwartet an die Norwegerinnen.

Nadine Fähndrich griff in einem turbulenten Rennen nicht mehr in den Kampf um die Medaillen ein. Das Quartett mit der Schweizerin, der Italienerin, der Deutschen und der Amerikanerin lag auf der letzten Ablösung 40 Sekunden hinter den Podestplätzen, ehe die Luzernerin noch den letzten Kontakt verlor. Damit endete das Rennen enttäuschend, obwohl man nach den ersten beiden Klassisch-Abschnitten noch von Edelmetall träumen durfte.

Bereits bei der Startläuferin Anja Weber zeigte sich, dass die Schweizer Wachs-Crew für das Regenwetter den passenden Schliff und das richtige Klister gewählt hatte und somit bei optimalem Rennverlauf ein Bronze-Coup möglich ist. In der Abfahrt stiess die Zürcherin zwischenzeitlich sogar an die Spitze vor. Die 24-Jährige verlor im Finish leicht den Kontakt und übergab als Neunte.

Nadja Kälin musste zunächst sieben Sekunden Rückstand auf die erste Verfolgergruppe wettmachen. Das gelang. Und sie legte nach. Im tiefen Sulzschnee, der das Feld in Einzelteile zerlegte, arbeitete sie sich bis auf Platz 3 vor. Die Viertklassierte des Skiathlons lieferte die klar stärkste Leistung im Schweizer Team ab.

Medaillentraum bei Halbzeit

Zur Halbzeit stand die Schweiz damit im Bronzerennen gegen Finnland. Doch Marina Kälin konnte auf der ersten Skating-Ablösung Vilma Ryytty nicht folgen und bezahlte für ihren zunächst offensiven Auftritt. Sie übergab Schlussläuferin Nadine Fähndrich auf Position 7 mit 36 Sekunden Rückstand auf einen Podestplatz. Ein Exploit wie bei Olympia-Bronze 2002 war ausser Reichweite.

Schwedens Frauen verpassten im Duell mit Norwegen überraschend Gold und mussten vor Finnland mit Silber begnügen. Ebba Andersson erwischte auf der zweiten Ablösung einen rabenschwarzen Tag. Sie musste die Norwegerin aufschliessen lassen, stürzte zweimal, beschädigte ihre Bindung und traf zur Halbzeit an Position 8 mit 1:18 Minuten Rückstand ein. Frida Karlsson und Jonna Sundling verkürzten den Abstand nur noch auf 50 Sekunden.

Nur ein Ski

Tiefer Schnee, viele Stürze und überraschende Siegerinnen: Die Langlaufstaffel der Frauen bot Dramatik und Wendungen. In Erinnerung bleibt insbesondere das Bild von Ebba Andersson, die rund eine Minute lang nur auf einem Ski lief.

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