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Keystone-SDA | Samstag, 18. Juli 2026

Pogacar neu mit viereinhalb Minuten Vorsprung im Gesamtklassement

Tadej Pogacar gewinnt die Bergetappe in den Vogesen. Der Slowene nimmt im Schlagabtausch der Favoriten seinen ärgsten Konkurrenten rund 40 Sekunden und mehr ab.

Sein Vorsprung im Gesamtklassement auf Jonas Vingegaard wuchs auf viereinhalb Minuten an, Remco Evenepoel liegt nun 5:04 Minuten zurück. Dominator Pogacar ist der fünfte Tour-Sieg kaum mehr zu nehmen. Der schier übermächtige Slowene pedalte für einmal mehr in einer eigenen Liga.

Vingegaard wurde Tages-Vierter. Im Sprint um Platz 2 musste er sich Isaac del Toro und dem Franzosen Paul Seixas geschlagen geben. Yannis Voisard erreichte das Ziel als 13. mit 3:30 Minuten Rückstand. Im Gesamtklassement belegt der Jurassier Platz 17. Vortagessieger Mauro Schmid war mit 13 Minuten Rückstand noch in den Top 30 der Tageswertung.

Pogacar erreichte den Col du Haag, den letzten der vier Pässe vom Samstag, als Erster. Sein Vorsprung betrug auf dem Kulminationspunkt 20 Sekunden. Auf den sechs flachen Kilometern bis ins Ziel in Le Markstein baute er diesen weiter aus. Der Weltmeister feierte bereits seinen vierten Etappensieg an der diesjährigen Tour.

Vingegaard lanciert das Finale

Im letzten Anstieg hatte zunächst Vingegaard die Initiative übernommen. Er wollte Platz 2 im Gesamtklassement festigen, was ihm (zunächst) auch gelang. Remco Evenepoel, Juan Ayuso und Florian Lipowitz konnten nicht mehr folgen, fanden bis zum Ziel aber beinahe wieder den Anschluss.

Auf den letzten zwei steilen Kilometern griff Pogacar vehement an und sprengte die Spitzengruppe. Vingegaard, der ihm zunächst gefolgt war, wurde wieder eingeholt. Zigtausende Fans hatten an den steilen Rampen des Col du Haag - ein zum Radweg ausgebauter Waldpfad - für einen Hexenkessel gesorgt. Und die Zuschauer bekamen grossen Sport geboten.

Erneut geht es bergauf

Die 15. Etappe der Tour de France führt am Sonntag von Champagnole zum Plateau de Solaison und markiert den Beginn der Alpen. Mit der extrem schweren Schlusssteigung dürfte es erneut zum grossen Kräftemessen der Favoriten kommen. Am Tag vor dem zweiten Ruhetag wartet auf die Fahrer eine 184 km lange Etappe mit vier klassifizierten Anstiegen und insgesamt 3950 Höhenmetern.

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