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Pogacar überlässt seinem Edelhelfer Del Toro den Sieg
Jonas Vingegaard verteidigt auf der 2. Etappe der Tour de France mit Ziel in Barcelona das Maillot jaune erfolgreich.
Der Däne wird im klassikerähnlichen Finale mit den steilen Anstiegen auf den Montjuic nicht ernsthaft unter Druck gesetzt.
Den Etappensieg holte sich Isaac del Toro. Der Mexikaner setzte sich auf den letzten Metern gemeinsam mit seinem Teamkollegen Tadej Pogacar leicht ab. Pogacar überliess Del Toro Schulter an Schulter den Etappensieg, sicherte sich mit den Bonussekunden dennoch einen weiteren Vorteil. Im Gesamtklassement liegt der Slowene nur noch sechs (statt zwölf) Sekunden hinter Vingegaard.
Das 168,5 km lange Teilstück bot im Schluss-Circuit rund um den Hausberg Montjuic zahlreiche Angriffsmöglichkeiten. Doch Pogacar verzichtete auf eine Machtdemonstration. Sein Team Emirates schlug von vorne ein hohes Tempo an und brachte so Vingegaard ans Limit. Ganz am Schluss musste der Däne Pogacar sogar leicht ziehen lassen, obwohl der Slowene nicht einmal voll durchzog und vor allem darauf achtete, Del Toro den Etappensieg vor dem heranstürmenden Remco Evenepoel zu ermöglichen. Yannis Voisard erreichte das Ziel als bester Schweizer mit 1:10 Minuten Rückstand im 27. Rang.
Auch ohne Angriff unterstrich Pogacar damit, dass er der stärkste Fahrer im Feld ist. Vingegaard fährt zwar noch in Gelb, doch an den langen Anstiegen scheint er dem Weltmeister auf dem Weg zu dessen fünftem Sieg an der Tour de France derzeit nichts entgegensetzen zu können.
Vingegaard mit Mundschutz
Vor dem Start präsentierte sich Vingegaard mit einem Mundschutz. Er sagte, dass er nicht krank sei, aber auf Nummer sicher gehen wolle, weil er bei den vergangenen beiden Rundfahrten durch Frankreich angeschlagen gewesen sei.
Bloss nicht krank werden bei der Mission, den grossen Rivalen nach drei Jahren erneut zu schlagen: Am ersten Tour-Tag lieferten sich die beiden Top-Fahrer schon einen spannenden Schlagabtausch. Giro-Sieger Vingegaard bestätigte seine starke Form am Samstag und bejubelte den Tagessieg im Mannschaftszeitfahren. Doch Dauerrivale Pogacar gelang am Sonntag zumindest moralisch der Gegenschlag.
Ab in die Berge
Am Montag verlässt die Tour de France Spanien, bevor die Strecke deutlich ansteigt. Auf dem Weg von Granollers nach Les Angles sind 3850 Höhenmeter zu bewältigen. Der Zielstrich befindet sich auf 1794 m ü. M. am Ende eines 1,7 km langen Anstiegs mit einer durchschnittlichen Steigung von 6,5 Prozent. Die Anstiege sind langgezogen und weniger steil als an den folgenden Pyrenäen-Tagen. Damit bietet die Etappe gute Voraussetzungen für eine starke Ausreissergruppe. Ein ultimativer Schlagabtausch der Favoriten scheint hingegen weniger wahrscheinlich. Womöglich wird die Strecke wegen Waldbränden noch leicht geändert.

















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