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Premier League spricht Man City schuldig
Manchester City ist von einer unabhängigen Kommission in allen Anklagepunkten wegen Verstössen gegen die Finanzregeln der Premier League für schuldig befunden worden, wie die Liga bestätigt.
Es könnte einer der grössten Skandale in der Geschichte des englischen Fussballs werden. Der Ex-Verein von Trainer Pep Guardiola muss nun mit schweren Sanktionen rechnen, zu denen ein massiver Punktabzug oder sogar der Ausschluss aus der Premier League gehören könnten. Richard Masters, Chef der Premier League, bezeichnete das Verfahren und den Entscheid als "den bedeutendsten Fall in der Geschichte der Premier League".
Über die Strafen gegen den mehrmaligen englischen Meister soll in einer weiteren Anhörung vor der unabhängigen Kommission gesondert entschieden werden, wie die Premier League mitteilte. Manchester City reagierte enttäuscht auf die veröffentlichte Stellungnahme der Premier-League-Kommission und beteuerte seine Unschuld. Der Verein kündigte in einem Statement an, dass man Berufung einlegen werde. Der Entscheid enthalte "eindeutige wesentliche Fehler in rechtlicher Hinsicht sowie bei Grundsätzen und Tatsachen" und sei daher nicht tragfähig.
Verfahren dauerte mehr als drei Jahre
Die Premier League hatte ManCity im Februar 2023 nach mehrjährigen Ermittlungen angeklagt, die durch die Enthüllungen der "Football Leaks" im "Spiegel" ausgelöst worden waren. Die Vorwürfe beziehen sich im Kern auf die Jahre 2009 bis 2018, in denen der Klub dreimal englischer Meister wurde. Sie reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Obendrein soll City bei der Aufklärung nicht ausreichend mit der Liga kooperiert haben.
Der Verein, der seit 2008 Scheich Mansour aus der Herrscherfamilie von Abu Dhabi gehört, wies die Vorwürfe immer wieder zurück. Klubchef Khaldoon Al Mubarak schrieb an die Fans, die Zuversicht, die Unschuld des Klubs zu beweisen, sei ungebrochen. Er sieht City im Visier von Gegnern: Es gebe "noch immer viele, die den Aufschwung unseres Klubs untergraben wollen".
Es wäre nicht das erste Mal, dass ManCity bestraft wird. Schon 2020 hatte die UEFA den Verein wegen Verstössen gegen das "Financial Fairplay" für zwei Jahre von den europäischen Wettbewerben ausgeschlossen. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hob die Sperre auf und senkte die Geldstrafe von 30 auf 10 Millionen Euro.

















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