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Keystone-SDA | Sonntag, 18. Oktober 2026

Protestcamps für bezahlbaren Wohnraum in Portugal

Ähnlich wie im Nachbarland Spanien haben Demonstranten in Portugal aus Protest gegen steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten Zeltlager errichtet.

Nach Kundgebungen in der Hauptstadt Lissabon und in Porto campierten Hunderte Menschen am Sonntag auf zentralen Plätzen der beiden Städte, wie der staatliche TV-Sender RTP und andere portugiesische Medien berichteten. Die Polizei, die ein solches Protestcamp erst in der Nacht zu Donnerstag in Porto gewaltsam geräumt hatte, schritt zunächst nicht erneut ein.

Auf Flugblättern wurde eine Aufhebung des Mietreformgesetzes gefordert, das in seiner endgültigen Fassung von rechtsgerichteten Parteien verabschiedet wurde. Zudem müsse der Kauf von Wohnungen durch Immobilienfonds verboten, eine Mietobergrenze festgesetzt und der öffentliche Wohnungsbau angekurbelt werden. Zwangsräumungen von Menschen ohne alternative Unterkunft müssten untersagt und leerstehende staatliche Wohnung saniert werden.

Nach Angaben des nationalen Statistikamtes Ine haben sich Wohnraummieten und die Preise für Wohnungseigentum in den vergangenen zehn Jahren in etwa verdreifacht. Das liegt auch daran, dass es nach aktuellen Analysen rund 300.000 Wohnungen zu wenig gibt. Die Reallöhne sind im selben Zeitraum nur um etwa 16 Prozent gestiegen.

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