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Keystone-SDA | Dienstag, 12. Mai 2026

Real Madrid wählt seinen Vorstand neu

Der Präsident von Real Madrid, Florentino Perez, reagiert auf die sportliche Krise des spanischen Rekordmeisters mit der Ankündigung von Neuwahlen.

"Ich bedauere, sagen zu müssen, dass ich nicht aufhöre", sagte Perez ironisch auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Der langjährige Klubboss beklagte eine Kampagne gegen ihn und den Verein. "Man sagt, ich sei krank, ich hätte einen unheilbaren Krebs. Ich nutze die Gelegenheit, um den Menschen, die sich um mich sorgen, zu sagen: Ich leite weiter den Klub und mein Unternehmen, das 50 Milliarden im Jahr umsetzt. Meine Gesundheit ist perfekt", betonte der Bauunternehmer.

In den vergangenen zwei Saisons holte Real Madrid keinen Titel. Der traditionsreiche Klub steckt wegen der schlechten Ergebnisse, aber auch wegen einer Reihe von Affären in einer Krise. Diese bezeichnen Fachmedien als "noch nie da gewesen". Aus Madrid kamen zuletzt immer häufiger Berichte über Zoff und Schlägereien in der Kabine, über einen "Krieg" der Egos der Stars um Kylian Mbappé, Vinicius Junior, Jude Bellingham & Co.

Perez lieferte sich auf der Pressekonferenz Wortgefechte mit einigen der anwesenden Journalisten. Er behauptete, die Medien verbreiteten Lügen und falsche Aussagen. "Sie glauben, sie könnten mich einschüchtern, aber sie geben mir viel mehr Energie, als ich ohnehin habe." Bei der Neuwahl werde er deshalb mit seinem gesamten Vorstand wieder kandidieren. Einen Termin für die Abstimmung nannte Pérez nicht. Laut Medien ist sie eine Art Vertrauensfrage.

Nach den ersten zwei Amtszeiten zwischen 2000 und 2006 leitet Perez bereits seit 2009 ohne Unterbrechung die Geschicke von Real Madrid. In dieser Zeit gewannen die Madrilenen unter anderem siebenmal die Champions League.

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