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Regen, Kälte, Hagelschauer und ein neuer Leader
Dauerregen, Kälte und sogar Hagelschauer: Die 5. Etappe des Giro d’Italia wird für die Radprofis zu einem echten Härtest - und bringt mit dem Spanier Igor Arrieta einen überraschenden Sieger hervor.
Schon wieder Grund zur Freude für das von Stürzen arg gebeutelte Team UAE Emirates: Einen Tag nach dem Sprint-Sieg von Jhonatan Narvaez schlägt am Mittwoch erneut ein Teamkollege des Schweizers Jan Christen zu. Igor Arrieta gewinnt nach einem skurrilen Finale die 203 km lange 5. Etappe von Praia a Mare nach Potenza. Der Spanier setzt sich bei garstigen Bedingungen im Sprint gegen seinen ebenfalls völlig entkräfteten Fluchtgefährten Alfonso Eulalio aus Portugal durch.
Zwei Stürze im Finale
Arrietas erst zweiter Sieg als Profi, den ersten auf Stufe World Tour, war an Dramatik kaum zu überbieten. Der 24-jährige Baske führte zusammen mit Eulalio das von starken Regenfällen und Hagel geprägte Rennen nach einer Attacke aus einer 13-köpfigen Ausreissergruppe heraus lange an.
13,5 km vor dem Ziel stürzte zunächst Arrieta in einer Abfahrt, der Weg zum Sieg für Eulalio schien frei. Doch dann kam auch der Portugiese 6,5 km vor dem Ziel zu Fall und Arrieta konnte wieder aufschliessen - ehe sich der Spanier zwei Kilometer vor dem Ziel verbremste und eine falsche Abzweigung nahm. Trotz dem Malheur zog Arrieta wenige Meter vor dem Ziel an Eulalio vorbei und feierte seinen grössten Sieg der Karriere.
Leadertrikot als "Trostpreis"
Der im Sprint unterlegene Eulalio durfte sich mit der Maglia Rosa "trösten", die nach nur einem Tag auf den Schultern des Italieners Giulio Ciccone wieder den Besitzer wechselte. Der bisherige Führende im Gesamtklassement erreichte das Ziel über sieben Minute nach dem Sieger mit dem Feld. Mit einem Rückstand von 2:51 Minuten ist Arrieta neu Gesamtzweiter. Als bester Schweizer belegt Jan Christen mit 6:16 Minuten Rückstand den 7. Rang.
Vor der ersten schweren Bergankunft am Freitag bekommen die Sprinter am Donnerstag auf dem 141 km langen Teilstück von Paestum nach Neapel noch einmal ihre Chance.

















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