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Keystone-SDA | Sonntag, 21. Juni 2026

Reussers Machtdemonstration - Tages- und Tour-Sieg für die Bernerin

Marlen Reusser gewinnt zum dritten Mal nach 2023 und 2025 die Tour de Suisse. Die Bernerin zeigt sich am letzten Tag mit der Bergankunft in Villars-sur-Ollon immer auf der Höhe des Geschehens.

Der Schlusstag der Tour de Suisse in den Waadtländer Alpen wurde für Marlen Reusser zur Triumphfahrt. Die 34-Jährige zeigte sich auch in der anspruchsvollen Bergetappe - mit über 3000 Höhenmetern auf 100 km die schwierigste überhaupt seit der Neulancierung der Schweizer Landesrundfahrt 2021 - jederzeit auf der Höhe des Geschehens.

Longo Borghini hielt nicht lange mit

Überraschend ging die Gesamtzweite Elisa Longo Borghini bereits früh in die Offensive. Doch der Vorstoss der Italienerin, die nach drei von fünf Etappen noch das Maillot jaune in Besitz und dabei fast eine Minute Vorsprung auf Reusser hatte, verpuffte rasch.

Es war wohl von Longo Borghini ein Angriff nach dem Prinzip Hoffnung. Denn kurze Zeit später und mehr als 50 km vor dem Ziel verlor die italienische Meisterin, die den Schlusstag mit nur zehn Sekunden Rückstand in Angriff genommen hatte, den Anschluss an die Spitzenfahrerinnen, zu welchen neben Reusser und Kerbaol auch Kasia Niewiadoma-Phinney und Femke de Vries gehörten.

Gesamtsieg mit 1:31 Minuten Vorsprung

Villars-sur-Ollon sollte Longo Borghini letztlich mit fast zehn Minuten Rückstand erreichen, womit sie in der Gesamtwertung noch vom Podest fiel. Den Kampf um den Tagessieg entschied Reusser mit einem Angriff rund 700 m vor dem Ziel zu ihren Gunsten. Im Sprint um Platz 2 behielt Kerbaol gegenüber Niewiadoma die Oberhand.

Im Gesamtklassement lag die Französin am Ende als Zweite um 1:31 Minuten hinter der nun dreifachen Tour-de-Suisse-Siegerin zurück. Die Polin Niewiadoma, die im Schlussanstieg lange das Tempo forciert hatte, stiess noch um drei Positionen in den 3. Rang vor (2:02 zurück).

Für Reusser ist es bei ihrer dritten Teilnahme an der Schweizer Landesrundfahrt in den letzten vier Jahren der dritte Gesamtsieg. Ihr Vorsprung - jeweils auf die heuer abwesende Niederländerin Demi Vollering - war damit grösser als bei ihren Siegen 2023 (1:02 Minuten) und 2025 (36 Sekunden).

Häberlin wiederum stark

Zweitbeste Schweizerin im Tages- wie auch im Schlussklassement war Steffi Häberlin. Die Schweizer Meisterin zeigte hinauf nach Villars-sur-Ollon eine starke Leistung und klassierte sich mit knapp zweieinhalb Minuten Rückstand als Sechste. Ebenfalls Platz 6 gab es in der Gesamtwertung, in welcher die 28-jährige Thurgauerin 5:04 Minuten auf Reusser einbüsste.

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