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Keystone-SDA | Samstag, 18. April 2026

Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Strasse von Hormus

In der Strasse von Hormus ist es nach Angaben eines Schiffsverfolgungsdienstes zu einem Schusswechsel zwischen den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) und indischen Handelsschiffen gekommen. Wie der Dienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, drängten iranische Einheiten zwei Schiffe gewaltsam zurück. Betroffen sei unter anderem ein VLCC-Supertanker, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiert.

Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) gab auf der Plattform X bekannt, dass sich zwei Schnellboote der Revolutionsgarden-Marine einem Tanker genähert und Schüsse abgegeben hätten, teilte UKMTO unter Berufung auf den Kapitän mit. Besatzungsmitglieder seien nicht verletzt worden. Auch Sachschäden seien nicht entstanden.

Der militärische Zwischenfall folgt unmittelbar auf den Widerruf der eintägigen Öffnung der Meerenge durch Teheran. Die Revolutionsgarden hatten für den Fall einer Missachtung der Sperre mit Konsequenzen gedroht.

Die iranische Ankündigung zur Öffnung und die anschliessende Kehrtwende sorgen für weitere Verwirrung um die seit Kriegsbeginn unsichere Lage in der Strasse von Hormus. Etwa zeitgleich zur Ankündigung aus Teheran, die Strasse von Hormus erneut zu schliessen, teilte das irakische Ölministerium mit, dass man die Ölexporte in den kommenden Tagen wiederaufnehmen werde. "Wir haben Tanker und grosse Unternehmen kontaktiert, um Ölexporte zu vereinbaren, und die Tür steht allen Unternehmen offen", hiess es laut einem Bericht der irakischen Staatsagentur INA.

Hintergrund der erneuten Sperrung ist die fortgesetzte Seeblockade iranischer Häfen durch die USA. Teheran macht die uneingeschränkte Passage von der Aufhebung der US-Sanktionen abhängig.

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