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Rheinmetall-Air-Defence-Chef geht wegen Erschöpfung
Der scheidende Chef der Zürcher Rheinmetall-Tochter Air Defence, Oliver Dürr, hat seinen Rücktritt mit Erschöpfung begründet. Er spüre die Belastung inzwischen auch körperlich, sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung".
"Selbst nach den Ferien bin ich ausgelaugt. Vor sechs Jahren erlitt ich einen Schlaganfall. Das hat mir klargemacht: Man muss auf seinen Körper hören", sagte Dürr. Er trete auf dem Höhepunkt seiner Karriere ab, nachdem sich Umsatz und Belegschaft unter seiner Führung verdreifacht hätten. Berichte über eine angebliche Entlassung wies er zurück. Er habe seine Kündigung selbst eingereicht.
Trotz der Verdreifachung der Belegschaft kam es auch zu Personalabgängen. Dürr räumte ein, dass er im Zuge der stark gestiegenen Nachfrage nach dem Drohnenabwehrsystem Skynex Mitarbeitende habe austauschen müssen. Der Wandel von der Manufaktur zur Serienfertigung sei eine "Herkulesaufgabe" gewesen.
Dürr: Abwanderung von Rüstungskonzernen droht
Bei ihm könne es auch einmal ruppig und laut werden. Im April habe er für den gesamten Zürcher Standort ein Homeoffice-Verbot verhängt, weil die Zusammenarbeit zwischen Konstrukteuren und Mitarbeitenden in der Werkstatt nicht ausreichend funktioniert habe. Einige Angestellte hätten das Unternehmen daraufhin verlassen.
Auch nach seinem Abgang wolle sich Dürr weiterhin für eine Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes einsetzen. Bei einem Nein zur entsprechenden Vorlage Ende November drohe eine Abwanderung "etlicher Rüstungskonzerne", warnte er. Eine Verlagerung des Zürcher Rheinmetall-Standorts nach Deutschland wäre finanziell kaum ein Problem. Er habe die Kosten für einen solchen Schritt bereits einmal durchgerechnet. Der Konzern würde diese so wenig spüren, "dass er nicht einmal mit der Wimper zuckte".

















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