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Keystone-SDA | Mittwoch, 20. Mai 2026

Rheintaler Hochwasserschutzprojekt zur Genehmigung eingereicht

Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi ist am Mittwoch in Österreich zur Genehmigung eingereicht worden. In der Schweiz werden die Unterlagen in die Vorprüfung geschickt. Dies teilte die Internationale Rheinregulierung in einer Mitteilung mit. Die Unterlagen umfassen unter anderem 23'000 Seiten und 500 Quadratmeter Pläne.

Der Einreichung und dem Start des Verfahrens zur Umweltverträglichkeitsprüfung gingen 15 Jahre Planung voraus. Nach dem im Juli 2025 in Kraft getretenen Staatsvertrag zwischen Österreich und der Schweiz bedeute dies den nächsten wichtigen Meilenstein für das Projekt.

"Im Mittelpunkt eines der grössten Hochwasserschutzprojekte Österreichs und zugleich des grössten Renaturierungsprojekts Europas stehen der Schutz der Bevölkerung und der Infrastruktur im Rheintal. Wie notwendig dieses Projekt ist, führt uns der Klimawandel immer öfter vor Augen", betonte Österreichs Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP).

Die Genehmigungsverfahren laufen in beiden Ländern unterschiedlich ab und wurden so geplant, dass die öffentlichen Teile - die Verhandlung in Österreich und die öffentliche Auflage in der Schweiz - zeitlich koordiniert stattfinden. Im Kanton St. Gallen gibt es mit dem Rhesi-Gesetz eine Neuerung: Alle kantonalen und kommunalen Verfahren werden darin gebündelt.

Milliardenprojekt für mehr Hochwassersicherheit

Das Projekt Rhesi soll die Abflusskapazität des Rheins von Feldkirch A bis zur Bodenseemündung auf 26 Kilometern auf ein statistisch alle 300 Jahre auftretendes Hochwasser erhöhen. In den gefährdeten Gebieten leben auf beiden Seiten des Flusses rund 300'000 Menschen. Es ist auch ein wichtiger Wirtschaftsraum, ein 300-jährliches Hochwasser könnte Schäden von bis zu 13 Milliarden Franken verursachen.

Derzeit halten die Rheindämme einem 100-jährlichen Hochwasserereignis stand. Dabei fliesst der Rhein als begradigter Kanal in den Bodensee. Künftig wird der Fluss möglichst naturnah gestaltet. Die Kosten, derzeit auf rund 2 Milliarden Franken geschätzt, teilen sich Österreich und die Schweiz. Noch in diesem Jahrzehnt soll Baustart sein, die Bauzeit wird auf 20 Jahre geschätzt.

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