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Richard Carapaz für angriffige Fahrweise belohnt
Richard Carapaz gewinnt die Königsetappe, die wie schon am Freitag auf der Alpe d'Huez endet. Der Jurassier Yannis Voisard verpasst trotz guter Leistung den Sprung in die Top Ten im Gesamtklassement.
Der Ecuadorianer verwies in der Tageswertung den Belgier Remco Evenepoel und den Amerikaner Sepp Kuss mit knapp einer halben Minute Vorsprung die Plätze 2 und 3.
Tadej Pogacar stellte sich in den Dienst von Isaac del Toro und half seinem Teamkollegen aus Mexiko, Platz 3 hinter Evenepoel abzusichern. Der junge Franzose Paul Seixas verpasst damit das Podest der Tour de France 2026. Pogacar und Del Toro fuhren als Vierter und Fünfter eine Minute nach dem Sieger durchs Ziel.
Yannis Voisard büsste als Tages-18. etwas mehr als neun Minuten ein. Im Gesamtklassement stiess der Schweizer nicht mehr in die Top 10 vor, obwohl er dem zehntklassierten Jordan Jegat noch zwei Minuten abnahm. Voisard hätte 6:39 Minuten aufholen müssen.
Neue Route
Die Alpe d'Huez wurde im Gegensatz zum Freitag diesmal von der Seite über den Col de Sarenne erreicht - eine Premiere im Rahmen der Tour de France. Der Kontrast zur Vortagsetappe hätte kaum grösser sein können: Während die klassischen 21 Kehren der Alpe d'Huez am Freitag von Lärm und Tausenden Fans gesäumt waren, herrschte am Samstag in den Bergen weitgehend Ruhe. Aus Sicherheits- und Umweltschutzgründen blieb der Col de Sarenne auf rund 10 km für Zuschauer gesperrt.
Die Organisatoren hatten ursprünglich gehofft, die Spannung im Kampf um das Gelbe Trikot mit einer derart schweren Etappe unmittelbar vor dem Finale auf den Champs-Élysées aufrechterhalten zu können. Die Dominanz von Pogacar sowie der Ausfall von Jonas Vingegaard durchkreuzten dieses Wunschszenario allerdings.
Gleichwohl verlief der Tag animiert. Insgesamt waren am Samstag vier Pässe und 5450 Höhenmeter zu bewältigen. Carapaz hatte bereits am zweitletzten Hindernis, dem Col du Galibier, die achtköpfige Spitzengruppe gesprengt und sich 4 km vor der Passhöhe abgesetzt. Am Col de Sarenne war dann Kuss der Stärkste. Er überquerte die Passhöhe 20 Sekunden vor Carapaz, verlor seinen Vorsprung jedoch in der Abfahrt. Zweimal unterlief ihm ein Fahrfehler und er kam zum Stillstand.
Anstrengender Sonntag
Die Schlussetappe wird dank des seit den Olympischen Spielen 2024 eingeführten Dreifach-Circuits hinauf nach Montmartre Spektakel bieten. Die Zeit für das Gesamtklassement wird derzeit erst auf der Ziellinie gestoppt.
Da möglicherweise Regen einsetzen wird, könnte die Jury wie schon 2025 die Zeit für das Gesamtklassement jedoch bereits 50 Kilometer vor dem Ziel anhalten, damit auch Pogacar und Co. in den engen, mit Pflastersteinen versehenen Gassen angreifen können. Das würde allerdings auch das Sturzrisiko erhöhen. Ein Crash bliebe dann ohne Folgen für das Gesamtklassement.
















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