Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Romande Energie steigert Halbjahresgewinn deutlich
Romande Energie hat den Umsatz und den Gewinn im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesteigert. Auch auf das zweite Halbjahr schaut der Westschweizer Stromversorger zuversichtlich.
Der Umsatz stieg im ersten Semester im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 407 Millionen Franken. Alle Geschäftsbereiche hätten mit einer "starken Dynamik" zum Wachstum beigetragen, hiess es in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Das Betriebsergebnis EBIT mehr als verdoppelte sich auf 46 Millionen von 22 Millionen im Vorjahr. Damit wurden die Schätzungen von Analysten, was das operative Ergebnis angeht, weit übertroffen.
Als Gründe für die markant positive Bewegung nannte Romande Energie günstigere Rahmenbedingungen in der Strombranche, aber auch Effizienz- und Umstrukturierungsmassnahmen sowie eine verbesserte Produktions- und Nachfrageprognose wie auch tiefere Kosten für Ausgleichsstrom. Die EBITDA-Marge stieg damit auf 24 Prozent von 18 Prozent.
Alpiq-Beteiligung drückt Ergebnis
Derweil belief sich der Beitrag von Alpiq und EOS zum Ergebnis auf lediglich 9 Millionen nach 23 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum. Romande Energie hält knapp 30 Prozent an der EOS Holding, die wiederum ein Drittel an Alpiq hält.
Unter dem Strich verdiente die Westschweizer Gesellschaft somit 47 Millionen (+19 Prozent). Analysten hatten im Schnitt mit 50 Millionen gerechnet.
Langfristausblick bestätigt
Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf hiess es, das Ertragsprofil von Romande Energie kehre - nach mehreren Jahren, die von Volatilität an den Energiemärkten und weitreichenden regulatorischen Entwicklungen geprägt gewesen seien - allmählich auf das Niveau zurück, das es in der Vergangenheit erreicht hatte. Die starken Ergebnisse in den ersten sechs Monaten 2026 würden darauf hindeuten, dass die Geschäftsentwicklung weiterhin "intakt" sei.
Das Ziel eines bereinigten EBITDA von 170 bis 190 Millionen bis 2030 bekräftigte das Unternehmen. Für das laufende Jahr gab es jedoch weiterhin keinen konkreten Ausblick. Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten und der raschen Veränderungen im regulatorischen Rahmen will sich Romande Energie auf die Mittel- bis lange Frist konzentrieren, wie es bereits im März geheissen hatte.
Es sei üblich, dass sich die Gruppe wegen saisonaler Faktoren im zweiten Halbjahr schwächer entwickelt, schrieb die Westschweizer Gesellschaft weiter. Romande Energie blicke dennoch zuversichtlich auf das zweite Halbjahr, bleibe aber abhängig von wetterbedingten, geopolitischen oder makroökonomischen Auswirkungen auf die Energiemärkte.

















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