Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
"Rostiger Paragraph" für Forderung nach Verbot von Plakatwerbung
Der "Rostige Paragraph 2026" geht in die Stadt Zürich. FDP-Gemeinderat Michael Schmid erhält den Schmähpreis für seinen Vorstoss, Plakatwerbung im öffentlichen Raum weitgehend zu verbieten.
Das Ergebnis im öffentlichen Online-Voting fiel überraschend klar aus. Mit 57 Prozent der Stimmen setzte sich Schmids Forderung gegen die übrigen Nominationen durch. Ihm gemäss sollen kommerzielle Plakate, digitale Werbeflächen und weitere Aussenwerbung im öffentlichen Raum stark eingeschränkt oder verboten werden.
Betroffen wären nicht nur klassische Plakatstellen, sondern auch Werbeflächen an Haltestellen, in Trams, an Bahnhöfen oder an Gebäuden. Der Vorstoss wurde knapp überwiesen und liegt derzeit beim Stadtrat, der Vorschläge ausarbeiten muss, über die der Gemeinderat dann noch einmal zu befinden hat.
Den zweiten Platz erreichte die Basler Regierungsrätin Esther Keller mit 17 Prozent der Stimmen. Ihr Departement will das Mobilitätsverhalten der kantonalen Angestellten über eine neue Teilzeitstelle als "Velo-Animator" steuern. Auf Rang drei landete das Forschungsprojekt des Bundes für veganes Raclette.
Der vierte Platz ging an die Interkantonale Geldspielaufsicht, präsidiert von Jean-Michel Cina. Die Frage, ob Wetten auf rennende Olma-Ferkel als Sportwetten gelten dürfen, beschäftigte die Behörden und Gerichte während mehrerer Jahre. Den fünften Platz belegte der Waadtländer Grossrat Oleg Gafner. Er forderte eine Promillegrenze für Parlamentarier während Ratsdebatten.
Die Verleihung des "Rostigen Paragraphen" fand in Zürich vor über 400 Teilnehmern statt. Seit 2007 macht die IG Freiheit mit dieser Auszeichnung auf übertriebene Regulierung, unnötige Verbote und staatliche Bevormundung aufmerksam.

















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