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Keystone-SDA | Mittwoch, 24. Juni 2026

Rüstungskonzern KNDS geht in Frankfurt und Paris an die Börse

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS geht an die Börse. Die Aktien des Herstellers von Kampfpanzern und Artilleriesystemen sollen in Frankfurt und Paris platziert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte.

Über weitere Details etwa zu Preis und Zeitplan will der Konzern im Börsenprospekt informieren, der kurz vor der eigentlichen Transaktion veröffentlicht werden soll. Konzernchef Jean-Paul Alary verriet auf einer Pressekonferenz nur soviel: "Wir erwarten den Börsengang in den kommenden Wochen."

Deutschland übernimmt 40 Prozent

Der Börsengang von KNDS war erwartet worden, Beobachter zählen ihn zu den grössten europäischen Börsengängen im Verteidigungssektor der vergangenen Jahre. Vorausgegangen war eine Einigung zwischen den Regierungen in Berlin und Paris über die künftige Eigentümerstruktur des Unternehmens, das derzeit noch im Besitz des französischen Staates und der Familie hinter dem Rüstungshersteller Krauss-Maffei Wegmann ist.

Demnach erwerben die Bundesrepublik Deutschland und der französische Staat jeweils einen Anteil von 40 Prozent an KNDS. Die verbleibenden 20 Prozent sollen im Zuge des Börsengangs an institutionelle Investoren veräussert werden.

Keine Aktie für Privatanleger

Der Konzern habe in den vergangenen Wochen bereits viele Gespräche mit potenziellen Käufern geführt, und das Interesse sei sehr hoch, sagte Alary, ohne konkrete Namen zu nennen. Eine Platzierung an Privatanleger schliesst KNDS ausdrücklich aus.

Der Konzern entstand 2015 durch die Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und dem französischen Unternehmen Nexter und zählt zu den führenden europäischen Anbietern von Landsystemen. Zum Portfolio gehört neben dem Kampfpanzer Leopard 2 auch das Artilleriesytem Caesar.

Das Unternehmen beliefert eigenen Angaben zufolge mehr als 40 Armeen weltweit. Der Konzern mit gut 11'000 Mitarbeitern und Hauptsitz in Amsterdam steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 4,4 Milliarden Euro.

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