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Keystone-SDA | Samstag, 30. Mai 2026

Russland: Tote und Schäden nach ukrainischen Angriffen

Russische Behörden haben nach ukrainischen Drohnenangriffen Tote und Schäden gemeldet. In der Grenzregion Belgorod kamen nach Angaben des regionalen Krisenstabs drei Männer ums Leben. Sie wurden demnach in der Ortschaft Oktjabrski nur wenige Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt bei zwei Angriffen getötet.

In Armawir im südrussischen Gebiet Krasnodar brach laut Behörden ein Feuer auf dem Gelände eines Öllagers aus. Verletzte gebe es nicht. Das Öllager war schon in der Vergangenheit Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Auf dem Gelände des Hafens von Taganrog in der ebenfalls im Süden Russlands gelegenen Region Rostow kam es laut Gouverneur Juri Sljussar zu einem Brand eines Tankers, eines Treibstofftanks und eines Verwaltungsgebäudes. Zwei Menschen seien verletzt worden.

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass 127 ukrainische Drohnen in der Nacht über russischem Gebiet und der annektierten Halbinsel Krim abgeschossen worden seien. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar. Zu Schäden macht das Ministerium traditionell keine Angaben.

Kiew: Russland griff mit fast 300 Flugkörpern an

Die ukrainischen Luftstreitkräfte wiederum teilten mit, dass Russland in der Nacht mit einer Rakete, sechs Marschflugkörpern und 290 Drohnen angegriffen habe. Davon seien 284 Flugkörper abgewehrt worden. Es habe neun Einschläge an sieben Orten gegeben. An zehn Orten seien Trümmer abgestürzt.

In Saporischschja wurde Gebietsgouverneur Iwan Fedorow zufolge ein Mensch durch einen russischen Drohnenangriff getötet. Zwei weitere seien verletzt worden. Behörden meldeten ausserdem drei Verletzte nach einem russischen Angriff in Cherson.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Die Ukraine setzt als Teil ihres Abwehrkampfes auf Gegenangriffe im russischen Hinterland und nimmt dabei seit Monaten systematisch die für Moskaus Kriegsfinanzierung wichtige Ölindustrie ins Visier. Die Zahl der Opfer und das Ausmass der Schäden stehen in keinem Verhältnis zu den verheerenden Kriegsfolgen durch russische Angriffe in der Ukraine.

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