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Keystone-SDA | Freitag, 16. Januar 2026

Sabbat-Zone in Zürich hebt diverse Ruhetagregeln für Juden auf

Die jüdischen Gemeinden der Stadt Zürich haben eine grosse Sabbat-Zone eingerichtet. Aktivitäten, die nach den jüdischen Gesetzen verboten wären, sind dadurch möglich, wie die Initiatoren am Freitag mitteilten.

Ein symbolisches Liniennetz verbindet neu mehrere Quartiere, vor allem Wiedikon, Enge und Wollishofen in Zürich. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Eruv, eine abgeschlossene Zone in der Öffentlichkeit. In Zürich ist sie rund 14 Quadratkilometer gross. In diesem so gekennzeichneten Bereich in der Stadt Zürich gelten neu für Jüdinnen und Juden gelockerte Regeln während des Ruhetags, dem Sabbat.

Am Sabbat dürfen Jüdinnen und Juden vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Dunkelheit am folgenden Samstag unter anderem keine Gegenstände im öffentlichen Raum tragen. Dazu zählen etwa Gebetbücher und Mahlzeiten. Auch das Bewegen von Kinderwagen und Rollstühlen ist nicht erlaubt.

Dank des Eruv, was aus dem hebräischen übersetzt "Mischen" bedeutet, sind diese Regeln nun gelockert. Denn der Eruv symbolisiert einen erweiterten privaten Raum.

Nylonfäden und Pfosten installiert

Der Verlauf der rund 18 Kilometer langen Grenze umfasst mehr als hundert Einzelpunkte. Für die meisten Installationen seien bestehende Strukturen wie Mauern, Zäune und Hauswände genutzt worden, teilte Cédric Bollag, Initiator des Eruv in Zürich mit. Zudem mussten dünne Nylonfäden oder Pfosten als Verbindungen ergänzt werden. Das Stadtbild sei dadurch nicht verändert worden.

Ob der Eruv intakt ist, wird jede Woche vor dem Sabbat von einem Team geprüft. Dieses behebt auch eventuelle Schäden. Auf der Webseite Eruv.ch ist ersichtlich, ob der Status des Eruvs als "gültig" freigegeben wurde.

Baubewilligung war nötig

Die Kosten für das Projekt übernahm vollständig die jüdische Gemeinde, auch mithilfe privater Spenden. Damit der Eruv erstellt werden konnte, war eine Baubewilligung nötig. Das Gesuch dafür reichte die jüdische Gemeinde 2022 ein.

Nun beginne ein neues Kapitel jüdischen Lebens in Zürich, heisst es in der Medienmitteilung. Zudem zeige das Projekt, wie Zürich Offenheit, Zusammenarbeit und Vertrauen lebe. Gleichzeitig bekräftige die Stadt Zürich damit ihren Grundsatz, allen Bevölkerungsgruppen die freie Ausübung ihrer Religion zu ermöglichen. "Der Eruv ist ein Zeichen für die gelebte Vielfalt in unserer Stadt", wird Stadträtin Simone Brander (SP) zitiert.

Zürich ist nicht die erste Stadt, die einen Eruv besitzt. Auch in London, Amsterdam, Wien und Antwerpen wurden solche bereits umgesetzt.

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