/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Sport
Keystone-SDA | Dienstag, 15. September 2026

Saisonstart im Schweizer Eishockey

Nach der Heim-WM dürfen sich die Schweizer Eishockeyfans ab nächster Woche erneut auf Spektakel in den heimischen Stadien freuen. Die 14 Klubs der National League sind für die neue Saison gerüstet.

Die National League gehört gemessen am Unterhaltungswert zu den Topligen ausserhalb der NHL. Das Spielniveau ist in den vergangenen Jahren nochmals gestiegen - unter anderem durch den Zustrom gut bezahlter Spieler aus der KHL infolge des Ukraine-Kriegs und die Erhöhung der Ausländerzahl von vier auf sechs. Die Liga ist ausgeglichener und unberechenbarer denn je. Das Produkt funktioniert. Der erneute Zuschauerrekord in der vergangenen Saison ist dafür der beste Beleg.

52 Qualifikationsrunden mögen lang erscheinen. Doch die Stadien dürften auch in den nächsten knapp sechs Monaten wieder gut gefüllt sein. Die Eintönigkeit früherer Jahre ist definitiv vorbei. In den ersten beiden Jahrzehnten dieses Jahrtausends teilten die Schwergewichte Davos, Bern, die ZSC Lions und Lugano die Meistertitel unter sich auf. In den vergangenen vier Jahren ging der Titel dagegen zweimal in die Westschweiz und zweimal nach Zürich.

Nach der erfolgreichen Titelverteidigung des EV Zug krönte sich 2023 Genève-Servette erstmals zum Schweizer Meister, danach folgten zwei Titel der ZSC Lions. Im vergangenen Frühling stemmte die Spieler von Fribourg-Gottéron nach fast 90-jähriger Leidenszeit erstmals den Meisterpokal in die Höhe. Bemerkenswert: In jeder der vergangenen vier Saisons stand immer ein Westschweizer Team im Playoff-Final. Lausanne war gleich zweimal vertreten, wartet aber weiterhin auf den erlösenden Meistercoup.

Gottérons neue Rolle

Dem Westschweizer Trio wird auch in dieser Saison viel zugetraut. Für Gottéron beginnt nach dem grössten Erfolg der Klubgeschichte eine neue Ära. Die Freiburger werden nun nicht mehr an ihren Siegen, sondern an ihren Niederlagen gemessen. Die entscheidende Frage lautet: Wie gehen Mannschaft und Umfeld damit um, plötzlich der Gejagte zu sein?

Der vielleicht grösste Trumpf steht beim Titelhalter an der Bande. Trainer Roger Rönnberg weiss, was es bedeutet, dem Druck des Favoriten ausgesetzt zu sein. Der Schwede wurde mit Frölunda zweimal schwedischer Meister und gewann mit dem Vorzeigeklub aus Göteborg viermal die Champions Hockey League.

Allerdings fehlen wichtige Eckpfeiler der Meistermannschaft. Nationalgoalie Reto Berra wechselte nach Kloten, Klublegende und Captain Julien Sprunger trat zurück. Mit Lucas Wallmark verlor Gottéron seinen Meistertorschützen und die ideale Ergänzung zu Topskorer Marcus Sörensen. Senkrechtstarter Attilio Biasca zog es nach Nordamerika. Kann Rönnberg den Aderlass auffangen?

Davos mit dem nächsten Anlauf

Lausanne hat seine bereits starke Defensive weiter aufgerüstet. Mit Colin Miller, einem Verteidiger mit fast 600 NHL-Spielen, sowie Michael Fora und Romain Loeffel gewinnt das Kader weiter an Tiefe und Qualität. Servette setzt dagegen bei den Ausländern auf Kontinuität. Als einziges Team treten die Genfer mit denselben sechs Import-Spielern an wie in der vergangenen Saison. Man darf gespannt sein, ob der neue schwedische Trainer Sam Hallam die finnische Fraktion auf seine Linie bringt.

Davos gehört nach der bitteren Overtime-Niederlage in der Finalissima erneut zu den Teams, denen der ganz grosse Wurf zugetraut wird. Allerdings verlor der Qualifikationssieger mit Topskorer Matej Stransky im zweiten Jahr in Folge seinen Captain. Der Tscheche wechselte in seine Heimat. Dafür kehren mit Ken Jäger und Dominik Egli zwei WM-Silbermedaillengewinner zurück.

Ganz viel neu gilt für beide Klubs im Tessin. Lugano und Ambri setzen gleich auf vier neue Ausländer - mehr als jedes andere Team. Anders als gewohnt war es in der vergangenen Saison aber nicht in Lugano, dem Fünften der Qualifikation, unruhig, sondern in Ambri. Nach vielen Jahren der Stabilität wurde beim Kultklub aus der Leventina gleich die gesamte Führungsetage ausgewechselt.

Gelingt es dem finnischen Trainer Jussi Tapola, den Biancoblu die nötige Struktur zu geben und das Team zu stabilisieren? Dafür muss sich auch das Schweizer Goalie-Duo mit Gilles Senn und Philip Wüthrich steigern.

Trainerkarussell dreht sich

Gerumpelt hat es in Zug erst nach dem enttäuschenden Saisonende und dem 1:4 im Playoff-Viertelfinal gegen Davos, dann aber gleich richtig. Sportchef weg, CEO weg, Trainer weg. Neu als Headcoach in der Verantwortung steht der aus Kloten gekommene Lauri Marjamäki. Der Finne ist der vierte EVZ-Trainer in den vergangenen 18 Monaten. Was bringt der nächste Neustart?

Die hohe Fluktuation ist in der National League keine Seltenheit. Von den 14 Trainern, die zum Saisonstart an der Bande stehen, waren vor einem Jahr nur gerade sechs im Amt. Auch in Kloten mit Michael Liniger, bei den ZSC Lions mit Claude Julien, in Ajoie mit Ville Peltonen und nach einem radikalen Umbau in Bern mit Serge Aubin wechselte im Sommer der Trainer.

Dabei sticht vor allem der Name Claude Julien heraus. Der 66-jährige Kanadier coachte 1400 NHL-Spiele und gewann 2011 mit den Boston Bruins den Stanley Cup. Seine Verpflichtung ist ein klares Bekenntnis des ZSC zum Erfolg. Kann der älteste Trainer der Liga das Zürcher Starensemble erneut zum Titel führen?

Während man bei den SCL Tigers, den Rapperswil-Jona Lakers und in Biel (neu mit dem über 1000-fachen NHL-Stürmer Jeff Skinner) wieder von einer Playoff-Teilnahme träumt, wäre es für Ajoie bereits ein Fortschritt, einen Konkurrenten hinter sich zu lassen. Die Jurassier haben seit ihrem Aufstieg 2021 stets den letzten Platz belegt. Über 48 Punkte ist das Team aus Pruntrut nie hinausgekommen.

Fünfte Saison, gleiche Frage: Schafft Ajoie erstmals den Sprung weg vom Tabellenende? Die Antwort darauf und auf viele weitere Fragen werden die 364 Spiele bis zu den Playoffs liefern.

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.