Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Sanija Ametis Anwalt fordert einen Freispruch
Der Anwalt von Sanija Ameti hat am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Zürich einen Freispruch gefordert. Ametis Schüsse seien kein Angriff auf die Überzeugungen anderer gewesen, sondern eine Auswirkung ihres Kriegstraumas.
Die Schüsse auf das Bild mit Maria und Jesus hätten das Ziel gehabt, "sich aus der Sackgasse des Schmerzes zu befreien", sagte der Anwalt. Das habe nichts mit Blasphemie zu tun gehabt. "Sie geriet in einen Zustand, in dem sie nur noch mechanisch handelte."
Im Bosnien-Krieg wurde Ametis älterer Bruder vor ihren Augen getötet. Dreissig Jahre lang habe sie mit niemandem darüber geredet, sagte der Anwalt. Nach dem Instagram-Post habe sie erstmals mit ihrer Mutter darüber geredet.
"Verfahren wird für andere Zwecke missbraucht"
"Es gibt keinen Beweis, dass sie den öffentlichen Frieden gefährdet hat", sagte der Anwalt. Hingegen sei es offensichtlich, dass das vorliegende Verfahren für andere Zwecke missbraucht wird. "Man muss sich nur die Liste der Anzeigeerstatter ansehen." Diesen, etwa der Jungen SVP oder Massvoll, gehe es um das Thema Remigration, also dass jemand dorthin zurückgehe wo er oder sie herkomme.
Die Staatsanwaltschaft fordert wegen Störung der Glaubensfreiheit eine bedingte Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Franken sowie eine Busse über 2500 Franken.
















Kommentare (0)
Schreibe einen Kommentar