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Schmuggel per Ballon aus Belarus: Litauen verhängt Strafen
Die Justizbehörden in Litauen haben Strafen gegen mehr als 30 Schmuggler verhängt, die Zigaretten aus dem benachbarten Belarus mit Wetterballons eingeflogen hatten.
In weiteren mehr als 30 Vorverfahren, in denen etwa 90 Personen als Verdächtige identifiziert wurden, laufen die Ermittlungen, wie Generalstaatsanwältin Nida Grunskiene im litauischen Radio sagte. Zum Umfang der Strafen machte sie keine Angaben.
Der illegale Transport auf dem Luftweg hatte in dem baltischen EU- und Nato-Land seit Ende des vergangenen Jahres wiederholt zu Luftraumverletzungen und Störungen des Flugverkehrs geführt.
Nach Angaben von Grunskiene wurden dieses Jahr bereits 83 per Ballon transportierte Lieferungen abgefangen - nach 635 im Vorjahr und 226 im Jahr 2024. Dagegen habe es 2023 nur wenige Fälle und 2022 keinen einzigen Fall gegeben. Die Ballons werden üblicherweise von Schmugglern eingesetzt, um Zigaretten aus Belarus illegal über die Grenze zu schicken. Der Flughafen in der Hauptstadt Vilnius musste mehrfach geschlossen werden.
Litauen betrachtet das vermehrte Einfliegen der Ballons als "hybride Attacke", die massgeblich auf die belarussische Führung in Minsk zurückzuführen sei. In Reaktion darauf schloss die Regierung in Vilnius zwischenzeitlich die Grenze zu Belarus.
Seit Dezember 2025 gilt zudem der Ausnahmezustand. Dadurch können Behörden und Militär schneller auf Luftraumverletzungen durch Ballons reagieren. Auch wurden die Strafen gegen Schmuggler verschärft - ihnen drohen nun unmittelbar Haftstrafen.
















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