Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Schneehasen, Spuk und Streit
Die neuste Ausgabe der «Terra plana» bietet ungewohnte Einblicke und erzählt verborgene Geschichten. Sie ist in der «Drucki» in Mels, in Buchläden, bei Sarah's Papeterie und am Kiosk Churfirsten in Walenstadt erhältlich.
Wenn es draussen eisig, kalt und dunkel ist, bleibt umso mehr Zeit, um in Geschichte und Geschichten aus der Region einzutauchen. In der aktuellen Ausgabe darf man deshalb über Schneehasen staunen, die in der weissen Landschaft gut getarnt sind, sowie Schneehühner, deren Füsse wie kleine Schneeschuhe funktionieren. Markus Stähli hat die Wildtiere fotografiert und berichtet über ihr Leben in unseren alpinen Regionen. «Der Schnee ist der prägende Faktor im Leben beider Arten. Er bestimmt, wo Nahrung und Deckung zu finden sind – und damit ihre Chancen, den Winter zu überstehen.»
Lange Vereinsgeschichte
Es gibt Krippen zu sehen, die seit Generationen zur Weihnachtszeit gehören. Eindrücklich zeigen die Aufnahmen von Karl Duijts-Kronig aber, wie unterschiedlich Künstler an ihre Krippendarstellungen herangegangen sind.
Als Leserin und Leser begegnet man in der aktuellen «Terra plana» auch dem Männerchor Mels, der seit 175 Jahren Stimmen und Herzen vereint. «Man darf zurecht fragen: Wie hat der Verein das geschafft? Eine mögliche Antwort ist die Wirkung, die der gemeinsame Gesang auf den einzelnen Sänger, aber auch auf die Gemeinschaft ausübt.» Diese lange Vereinsgeschichte, die zwei Weltkriege sowie eine rasante industrielle Entwicklung überdauert hat, ist von Katrin Wetzig in einen spannenden Beitrag verpackt worden.
Kunst und Streit
Stephan Sude ist «ein Künstler, der mit Strichen Tiefe schafft», so der Beitrag von Michel Bossart, der einen Blick ins Atelier werfen durfte. Und Sude ist nicht nur Maler, sonder auch Mitgestalter des Kulturraums Liechtenstein und «ein Künstler, der in Bewegung bleibt, indem er immer wieder loslässt».
In den Taminataler Wald rund ums Kloster Pfäfers geht es im Beitrag von Manfred Haag. Anhang eines erbitterten Streites um Wald und Allmeinden im 19. Jahrhundert zeigt er auf, wie lebendig Geschichte sein kann. Damals bildete der Wald «einen wichtigen Vermögenswert für die Ortsgemeinde und eine wesentliche Existenzgrundlage für die Bevölkerung». Was dann auch erklärt, warum es zu heftigen Streitigkeiten kommen konnte.
Spuk und Verborgenes
Alexandra Gächter trägt eine Geistergeschichte zur neusten Ausgabe bei. Nach der Hinrichtung eines der mächtigsten Rheintalers vor 370 Jahren in Oberriet wurde erzählt, dass er angeblich wieder gesichtet worden sei. «Er soll das Vieh von den Ketten gelöst, Pferde gelähmt und arme Bauern geplagt haben.» In Oberriet war man sich sicher, «es ist Hans Dietschis Geist, der für Entsetzen sorgt». Ob sich das Rätsel lösen lässt?
Und schliesslich taucht die Leserschaft ein in allerlei «verborgenen Geschichten» der Gruppe Literatur im Sarganserland, die mit Titeln wie «Wie alles ward und wurde» über «Im Garten» bis hin zu «Ewigkeit» zum Lesen locken. Die Gruppe Literatur im Sarganserland feiert das 20-Jahr-Bestehen, unter anderem mit diesem Beitrag. (sr)
Bestellbar ist die «Terra plana» hier.
















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