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Keystone-SDA | Sonntag, 26. April 2026

Schüsse in Washington: Wer ist der Verdächtige?

Bei einem Gala-Dinner der Hauptstadtpresse mit US-Präsident Donald Trump in Washington ist ein Mann durch eine Sicherheitsschleuse gestürmt und von Sicherheitskräften überwältigt worden. Es fielen Schüsse, der Präsident wurde von seinen Personenschützern in Sicherheit gebracht. Was über den Mann bislang bekannt ist:

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen 31-Jährigen aus Südkalifornien handeln, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Mann soll als Lehrer und Entwickler für Videospiele gearbeitet haben, heisst es unter Berufung auf das mutmassliche LinkedIn-Profil des Mannes.

Wohnort in Torrance durchsucht

In der Nacht zum Sonntag (Ortszeit) durchsuchte die Bundespolizei FBI das Haus des Verdächtigen in Torrance, einem Vorort südwestlich von Los Angeles. Laut Medienberichten soll der Mann 2017 am California Institute of Technology einen Bachelor-Abschluss erworben und 2025 ein Masterstudium an der California State University abgeschlossen haben.

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Verdächtige alleine gehandelt hat. Er soll sich demnach als Gast im Hilton Hotel, in dem das Dinner stattfand, aufgehalten haben. Während des Angriffs hat der Mann den Angaben nach eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und mehrere Messer bei sich geführt.

Im August 2025 habe sich der Verdächtige legal eine Schrotflinte des Typs Maverick, im Oktober 2025 eine halbautomatische Pistole verschafft, berichtet der US-Sender NBC unter Berufung auf Polizeidokumente.

Motiv weiter unklar

Das Motiv des Verdächtigen sei Teil der Ermittlungen, sagte Justizminister Todd Blanche mehreren US-Sendern am Sonntagmorgen (Ortszeit). Ersten Erkenntnissen zufolge gehen die Ermittler davon aus, dass der mutmassliche Schütze Mitglieder der Trump-Regierung ins Visier genommen hatte, so Blanche im US-Sender CBS. Der Verdächtige kooperiere jedoch derzeit nicht aktiv mit den Behörden.

Am Montag soll der mutmassliche Täter vor Gericht erscheinen. Er soll wegen der Verwendung einer Schusswaffe bei einer Gewalttat sowie wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten unter Einsatz einer gefährlichen Waffe angeklagt werden. Weitere Anklagepunkte könnten noch folgen.

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