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Schüsse nach Rave-Party in Aarau: Eine Tote, fünf Verletzte
Eine Tote und fünf zum Teil schwer verletzte Personen: Das ist die vorläufige Bilanz der Aargau Kantonspolizei nach Schüssen an einer Rave-Party in der Nacht auf Sonntag in Aarau.
Wie sie am Sonntagmorgen mitteilte, handelt es sich beim Todesopfer um eine 22-jährige Frau. Sie erlag noch vor Ort ihren Verletzungen, wie Polizeisprecher Pascal Wenzel vor den Medien bekannt gab. Vier junge Männer und eine Frau im Alter von 24 bis 27 Jahren befänden sich im Spital.
Alle Opfer hätten ihren Wohnsitz in der Schweiz. Für Angehörige und Augenzeugen richtete die Kantonspolizei eine Info-Linie ein.
Die Fahndung nach der unbekannten Täterschaft laufe "auf Hochtouren", sagte ein Polizeisprecher zu einer Reporterin von Keystone-SDA vor Ort. Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat seien noch unklar, hiess es am Sonntagmittag weiter. Noch sei keine Festnahme erfolgt. Die Polizei ging davon aus, dass sich die Täterschaft nicht mehr im Raum Aarau aufhalte.
Schachen-Gebiet abgesperrt
Der Polizeieinsatz lief derweil am Sonntagmorgen weiter. Das Gebiet rund um den Aarauer Schachen solle weiterhin gemieden werden, schrieb die Polizei auf der Plattform X. Dieses Gelände wurde abgesperrt.
Auf dem Aarauer Schachen fand am Samstagabend der "Aarauer Rave" statt, also ein Anlass, an dem DJs Technomusik abspielen und die Besucherinnen und Besucher tanzen. 3500 Personen erwarteten die Organisatoren laut ihrer Webseite. Schauplatz der Party war die Pferderennbahn auf dem Gelände, zu dem auch weitere Freizeit- und Sportanlagen wie ein Schwimmbad gehören.
Wo genau die Schüsse fielen und wie viele Personen sich zum Zeitpunkt der Schüsse auf dem Areal aufgehalten hätten, sei unklar, sagte die Aargauer Kantonspolizei am späteren Sonntagmorgen.
Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA stellten vor Ort fest, dass die Polizei in Aarau Autos kontrollierte und mit einem Grossaufgebot präsent war. Dazu gehörten auch gepanzerte Fahrzeuge. Man zeige vorsorglich über Aarau hinaus erhöhte Präsenz, hiess es.
Polizeisprecher Wenzel hatte am frühen Morgen der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gesagt, die Meldung über die Schüsse seien kurz nach 2.30 Uhr in der Nacht bei der Polizei eingegangen. In der Folge seien die Polizei und Rettungskräfte ausgerückt. Auch ein Helikopter kam zum Einsatz.
Auch die deutsche Polizei beteiligte sich an der Fahndung nach der Täterschaft. Es handle sich um ein Routineverfahren im Rahmen der polizeilichen Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher der Polizei in Freiburg (D) zur Nachrichtenagentur DPA.
DJ hat Freundin verloren
Der am Event aufgetretene Techno-DJ Tekibo äusserte sich nach den Schüssen an der Rave-Party am Sonntagmorgen auf Instagram. Was am Aarauer Rave passiert sei, sei "absolut herzzerreissend" und etwas, das in der Szene nie passieren sollte.
"Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein", schrieb Tekibo in seiner Instagram-Story weiter. Er sei "okay", aber immer noch daran, zu verarbeiten, was geschehen sei, weil er eine "wichtige Freundin" verloren und "nicht die richtigen Worte dafür" habe."RIP M", schrieb der DJ.

















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