Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Schulhaus Malerva: Einsprachen bewegen Bürgerschaft
An der Vorgemeinde in Sargans vom Mittwoch haben mehr als 200 Personen teilgenommen – ein Rekordwert. Zu den dominierenden Themen Verkehr und Schule gab es zahlreiche Informationen. Und rege Diskussionen.
Ein Bürger forderte im Verlauf des Abends sogar einen Dorfpranger, so sehr erzürnt ihn, dass es beim Schulhaus- und Kindergartenneubau Malerva einsprachenbedingt zu Verzögerungen kommt. Und damit zu Mehrkosten, welche die Allgemeinheit tragen müsse. Die Mehrkosten haben mit einem Schulprovisorium zu tun, das bei einem Vollausbau mit rund acht Millionen Franken zu Buche schlagen könnte (der «Sarganserländer» berichtete).
Nicht jedes Votum war derart emotionsgeladen, aber die Stossrichtung an der traditionellen Sarganser Vorgemeinde doch einhellig: Die Bürgerschaft versteht die Einsprachen gegen das Schulprojekt in der Malerva nicht, zumal der Schulraumbedarf ausgewiesen ist. Gemeindepräsident Jörg Tanner betonte, Rechtsmittelverfahren würden zu unserem System gehören – er könne und dürfe weder die Namen der Einsprechenden noch deren Beweggründe nennen. Auch ob die Offenlegung des Töbelibachs in jenem Gebiet eine Rolle spielt bei den Einsprachen, blieb unbeantwortet.
Jedes Jahr neue Klassen
Schulratspräsident Bernhard Hauser zeigte auf, wie dringlich neue Schulräume angesichts von jährlich neu hinzukommenden Klassen ist. Und beispielsweise das Oberstufenzentrum, aber auch andere Schulhäuser, aus allen Nähten platzen würden.
Anregungen aus der Bürgerschaft, doch auch Containerlösungen auf bestehenden Schulanlagen ins Auge zu fassen, oder das Provisorium bei der Kantonsschule zu übernehmen, falls es dort nicht mehr benötigt wird, wurden zur Kenntnis genommen. Und betreffend Kanti auch einigermassen überraschend beantwortet. Der um rund zehn Jahre verzögerte Kantonsschulneubau sei jetzt schon zu klein konzipiert, das Provisorium werde wohl bleiben und zu einem Providurium werden.
Breiterer Jordan-Übergang
Verkehrsprojekte und -sicherheit war das zweite Schwerpunktthema an der mit rund 220 Personen äusserst gut besuchten Vorgemeinde, die trotz emotionaler Voten sehr sachlich vonstatten ging und von Gemeindepräsident Tanner in der Aula des BZBS auch souverän geleitet wurde. Gemeinderat Roland Wermelinger zeigte etwa eine erste Planskizze der neuen Jordan-Überführung. Die Verbindung vom Schwefelbadplatz zur Kastelskreuzung soll von knapp zwölf auf rund 17 Meter verbreitert werden und für alle Verkehrsteilnehmenden Vorteile bringen.
(Mehr zur Vorgemeinde Sargans in der Printausgabe vom Osterdienstag.)

















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