/fileadmin/images/sarganserlaenderlogo.png
Alle Neuigkeiten auf einen Blick.
E-Paper

E-Paper

Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.

Zeitungsarchiv

Zeitungsarchiv

Alle Ausgaben seit dem Jahr 2003.

Abo

Abo

Sarganserländer von Montag bis Freitag online oder in Print lesen.

Siga-Podcast

Siga-Podcast

Ä Ohr voll Heimat – der Siga-Podcast vom «Sarganserländer»

Grossauflage

Grossauflage

Lesen Sie hier die aktuelle Grossauflage kostenlos

Inserieren

Inserieren

Ihre Werbung am richtigen Ort.

Buchshop

Buchshop

Hier finden Sie die von der SL Druck + Media AG herausgegebenen Bücher.

Immobilien

Immobilien

Die Immobilienbörse der Region

Unternehmen

Unternehmen

Die SL Druck + Medien AG

Traueranzeigen

Traueranzeigen

Todesanzeigen / Danksagungen aufgeben

Eventbus

Eventbus

Mit Brunner Ferienreisen AG und Sarganserländer ans Konzert

Rubriken

Ausland
Keystone-SDA | Sonntag, 13. September 2026

Schweden vor der Wahl: Machtwechsel oder neuer Tabubruch?

Bleibt Ulf Kristersson Schwedens Ministerpräsident - oder kehrt seine Vorgängerin, die Sozialdemokratin Magdalena Andersson, ins Amt zurück? Am heutigen Sonntag wählen die Schwedinnen und Schweden ein neues Parlament. Rund acht Millionen Menschen sind aufgerufen, abzustimmen.

Lange vor der Wahl hatte die Opposition in Umfragen weit vorn gelegen. Nun zeichnet sich aber ein engeres Rennen um die Macht ab als erwartet. Im Wahlkampf ging es unter anderem um die Herausforderungen des Landes mit der Migration, um Bandenkriminalität und härtere Strafen. Aber auch um die Frage, ob die Rechtspopulisten in Schweden erstmals Teil einer Regierung werden könnten.

Kristersson und der Kampf gegen die Banden

Kristerssons Koalition aus seinen Konservativen, Christdemokraten und Liberalen regierte in den vergangenen Jahren bereits mit Unterstützung der rechtspopulistischen Schwedendemokraten. Die Regierung hatte sich vor vier Jahren auf die Fahnen geschrieben, der tödlichen Bandengewalt Einhalt zu gebieten. Und sie spricht jetzt von einer Erfolgsbilanz: Die Zahl der Schiessereien ist zurückgegangen.

Dennoch will der sogenannte konservative Parteien-Block entsprechende Gesetze weiter verschärfen und tritt für härtere Strafen ein als der von Andersson angeführte linksgerichtete Block. Auch die Sozialdemokraten haben zwar versprochen, die Bandenkriminalität zu bekämpfen - bekommen aber in Bezug auf die härtesten Massnahmen Gegenwind von den Linken und Grünen.

Uneins sind der konservative und der linke Block etwa in Bezug auf die Energieversorgung. Während Andersson sich für einen Ausbau der Windkraft einsetzt, meint Kristersson: "Mehr Wind ist nicht die Antwort auf Schwedens Problem. Kernkraft ist die Lösung."

Auch die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, das Gesundheitssystem und die Lebenshaltungskosten haben im Wahlkampf eine grössere Rolle gespielt.

Rechtspopulisten könnten erstmals Teil der Regierung werden

Mehr als zwei Millionen Schwedinnen und Schweden haben ihr Kreuzchen bereits vorab gemacht. Traditionell sind die Sozialdemokraten mit Abstand stärkste Kraft in Schweden. Welche Koalition am Ende aber die Nase vorn haben wird, lässt sich vor der Wahl schwer voraussagen. Den Parteien droht ungeachtet des Ergebnisses eine komplizierte Regierungsbildung, denn auch innerhalb der Blöcke gab es zuletzt Zoff.

Ministerpräsident Kristersson hatte zudem in Aussicht gestellt, dass die Schwedendemokraten Teil seiner künftigen Regierung werden könnten. Bereits bei der vergangenen Wahl 2022 hatten die Probleme des Landes mit der Bandenkriminalität der Partei in die Karten gespielt. Mit einem Rekordergebnis hatten die Rechtspopulisten damals Kristerssons Moderaterna erstmals als zweitstärkste Kraft im Parlament überholt - und die konservative Minderheitsregierung seitdem als Mehrheitsbeschaffer unterstützt.

Eine Regierungsbeteiligung der Schwedendemokraten wäre ein absolutes Novum in Schweden. Ein grosser Umbruch sei deshalb aber nicht zu erwarten, sagte der Politologe und Nordeuropa-Experte Tobias Etzold: "Der eigentliche Tabubruch hat vor vier Jahren stattgefunden, als die konservativen Parteien gesagt haben: Wir arbeiten als Minderheitsregierung mit den Schwedendemokraten zusammen."

Zurück

Kommentare (0)

    Schreibe einen Kommentar
    ×

    Name ist erforderlich!

    Geben Sie einen gültigen Namen ein

    Gültige E-Mail ist erforderlich!

    Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

    Kommentar ist erforderlich!

    * Diese Felder sind erforderlich.