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Schweiz fordert mit weiteren Staaten Schutz für Helfende im Libanon
Die Schweiz schlägt zusammen mit sieben Ländern Alarm wegen der Krise im Libanon. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Länder ein sofortiges Ende der Kämpfe sowie den Schutz von Zivilisten und humanitärem Personal.
Die Staatengruppe bestehend aus der Schweiz, Australien, Brasilien, Kolumbien, Indonesien, Jordanien, Sierra Leone und dem Vereinigten Königreich begrüsst den zwischen den USA, Israel und Iran vereinbarten Waffenstillstand, wie sie am Donnerstag mitteilte. Zivilisten und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten geschützt werden.
Die hohe Zahl ziviler Opfer, die am Mittwoch gemeldet wurde, unterstreiche die dringende Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung und humanitäres Personal zu schützen sowie das humanitäre Völkerrecht unter allen Umständen zu respektieren, schrieb das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf der Plattform X dazu und forderte eine dringende Deeskalation und den Dialog.
Rechenschaft und Gerechtigkeit
Humanitäres Personal müsse respektiert und geschützt werden. Die Länder verurteilten Aktionen, die Uno-Friedenstruppen getötet und die Risiken für Helfer im Süden Libanons erhöht hätten. Angriffe, die die Sicherheit des humanitären Personals bedrohten, müssten aufhören, hiess es in der gemeinsamen Erklärung dazu.
Bei Verstössen gegen das Völkerrecht, die humanitäres Personal schädigten, seien Rechenschaft und Gerechtigkeit entscheidend. Die Staaten erinnerten an eine Erklärung von über 100 Nationen vom September 2025 zum Schutz von Hilfskräften in Konfliktgebieten.
Erst im März stellte die Schweiz 7,5 Millionen Franken für humanitäre Hilfe im Libanon, in Syrien und dem Iran bereit. Gleichzeitig bemüht sich die Schweizer Diplomatie um eine Deeskalation des Konflikts in der Region.
















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