Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Zwei Wölfe im Kanton St. Gallen getötet
Die Schweizer Behörden haben zwischen September und Januar 89 Wölfe getötet. Spitzenreiter ist Graubünden mit 35 Abschüssen, im Kanton St. Gallen wurden zwei Jungwölfe des Weisstanner Schiltrudel geschossen.
Jäger und Wildhüter des Kantons Graubünden haben während der sogenannten Regulierungsphase von September bis Januar 35 Wölfe getötet. Das sind 13 Wölfe weniger als im Vorjahr. Das Ziel sei laut den Behörden eine Koexistenz zwischen Mensch und Wolf. Getötet wurden 32 Wölfe aus zehn Rudeln, wie das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) des Kantons Graubünden am Dienstagmorgen schrieb. Zudem seien drei Einzelwölfe wegen Verhaltensauffälligkeiten erlegt worden.
Es war die zweite Regulierungsphase, in der die Kantone präventive Abschüsse auf Grundlage des revidierten Jagdgesetzes ausführen dürfen. Aus Graubünden wurden beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) hierzu die meisten Gesuche eingereicht, gefolgt vom
Tessin und Wallis.
Kontingent fast ausgeschöpft
Heuer sei das vom Bafu bewilligte Kontingent von zwei Dritteln der Jungtiere fast vollständig ausgeschöpft worden, so das AJF. Die Wölfe würden durch die Abschüsse scheuer – ein gewünschter Effekt. Für eine abschliessende Beurteilung der Auswirkungen auf die Rudelpräsenz benötige es jedoch Daten mehrerer Jahre. Acht Kantone liessen Wölfe abschiessen – Graubünden, Wallis, Waadt, Tessin, Glarus, Schwyz, Neuenburg und St.Gallen, dies zeigte die neuste Statistik der Stiftung Kora vom Dienstagmittag. Es war die zweite Regulierungsphase, in der die Kantone präventive Abschüsse auf Grundlage des revidierten Jagdgesetzes ausführen dürfen. Heuer wurden drei Raubtiere weniger getötet als im Vorjahr.
Aus Graubünden wurden beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) hierzu die meisten Gesuche eingereicht, gefolgt vom Tessin und Wallis. Schon im vergangenen Jahr dominierte Graubünden klar bei der Wolfsjagd. Im Bergkanton leben auch die meisten Wölfe. Damals schossen die kantonalen Wildhüter und Jäger 48 Wölfe. «Obschon wir den Abschussplan ganz erfüllen wollten, sind wir damit sehr zufrieden», sagte der Co-Leiter des AJF, Adrian Arquint, auf Anfrage von Keystone-SDA. Eigentlich hätten die Behörden auch dieses Jahr mehr Wölfe schiessen dürfen, doch die Rahmenbedingungen mit wenig Schnee und der resultierenden grösseren Verteilung der Beute- und Raubtiere seien etwas schwierig gewesen.
Zwei Sarganserländer Wölfe
Neben den Spitzenreitern Graubünden und Wallis erlegten auch die Waadtländer Behörden zehn Wölfe, gefolgt vom Kanton Tessin mit sechs Abschüssen. In Glarus fielen fünf Wölfe der Regulierung zum Opfer, in Neuenburg waren es vier, im Kanton Schwyz drei und in St. Gallen zwei. Dabei handelt es sich gemäss Informationen der Redaktion um zwei Jungwölfe des Schiltrudels, das sich hauptsächlich im Raum Weisstannen bewegt. (sda/rv)
















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