Die digitale Ausgabe des Sarganserländers.
Schweizer Franken als sicherer Hafen gefragt
Der Schweizer Franken ist als sicherer Hafen wieder einmal so gesucht wie selten. Grund dafür ist der Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa.
US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Rhetorik gegenüber Grönland und der Drohung, gegen ausgewählte EU-Staaten Strafzölle zu verhängen, sollte er das arktische Gebiet nicht bekommen, die Märkte in Aufruhr versetzt.
Die Aktienmärkte haben in der Folge ihren jüngsten Höhenflug abrupt beendet - Anleger flüchten in sichere Häfen. Davon hat neben Gold auch der Schweizer Franken stark profitiert: Aktuell kostet ein Dollar weniger als 79 Rappen.
Viel tiefer notierte der Greenback nur nach der Aufhebung des Euromindestkurses im Januar 2015. Damit erweise sich der Franken als der "ultimative" sichere Hafen in den aktuell wieder unsicheren Zeiten, schreibt die Commerzbank.
Ausverkauf beim Dollar
Händler sprechen von einer "ausgeprägten" Dollar-Schwäche. Denn die US-Währung werde auch stark von Trumps Angriffen auf die US-Notenbank geschwächt. Dieser fordert vom Fed regelmässig Zinssenkungen, zudem soll der Präsident demnächst den Nachfolger des im Mai zurücktretenden Fed-Chefs Jerome Powell bekanntgeben.
Je nachdem, wen Trump auf den obersten Posten der wichtigsten Notenbank der Welt hievt, könnte dies erneut zu negativen Reaktionen führen. "Denn die Unabhängigkeit der Notenbank ihr ihr höchstes Gut", meint ein Händler. Jeder Zweifel daran dürfte die Währung weiter schwächen.
Trump werde wohl kaum einen Nachfolger Powells nominieren, der per se nicht "auf seiner Linie" sei, sagt ein Stratege. Damit bleibe die Unsicherheit hoch, wie es mit der Geldpolitik des Fed weitergehe.
















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