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Keystone-SDA | Montag, 22. Juni 2026

Schweizer Hotellerie mit weniger Übernachtungen im Mai

Die Schweizer Hotellerie hat im Mai 2026 etwas weniger Logiernächte verzeichnet als im Vorjahresmonat. Ausschlaggebend dafür war vor allem die schwächere Nachfrage aus dem Ausland. Aber auch der Inlandtourismus entwickelte sich leicht rückläufig.

Die Zahl der Logiernächte sank im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag auf Basis einer zweiten Schätzung mitteilte. Überraschend kommt das nicht - bereits die erste Schätzung des BFS für den Mai war negativ ausgefallen.

Der Rückgang ist auf die gesunkene Nachfrage ausländischer Gäste zurückzuführen. Hier sank die Zahl der Logiernächte um 1,3 Prozent. Aber auch bei den Schweizerinnen und Schweizern waren die Übernachtungszahlen im Mai rückläufig (-0,4%).

Asien deutlich schwächer

Bei den ausländischen Herkunftsmärkten zeigte sich auch im Mai ein unterschiedliches Bild. Besonders stark rückläufig war die Nachfrage aus Asien: Die Zahl der Logiernächte sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 15,5 Prozent. Markante Rückgänge verzeichneten Indien (-24,8%) und China (-8,8%). Positiv entwickelte sich dagegen der US-Markt (0,7%).

Deutlich stärker präsentierte sich Europa. So nahm die Zahl der Logiernächte aus europäischen Ländern um 4,6 Prozent zu. Zuwächse gab es insbesondere bei der grössten Gästegruppe aus Deutschland (+6,2%) und aus Italien (+3,9%), während die Niederlande (-6,2%) und das Vereinigte Königreich (-3,0%) Rückgänge verzeichneten.

Dritter negativer Monat in Folge

Insgesamt verlief der Start ins Tourismusjahr 2026 durchzogen. In den ersten beiden Monaten hatte die Schweizer Hotellerie noch an den Rekordkurs des Vorjahres angeknüpft und steigende Übernachtungszahlen vermeldet. Ab März und mit der Eskalation im Iran-Krieg waren die Logiernächte dann allerdings auf Monatssicht rückläufig.

Für die Sommersaison zeigte sich Schweiz Tourismus nach dem Rekordwinter zuletzt aber dennoch vorsichtig optimistisch. So dürften die neben dem Heimmarkt wichtigsten Märkte Deutschland, USA, Grossbritannien und Frankreich ein stabiles Fundament bilden, heisst es. Dagegen dürfte die Nachfrage aus Asien und den Golfstaaten geringer ausfallen.

Die definitiven und absoluten Zahlen will das BFS am 3. Juli publizieren.

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