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Schweizer Rettungskräfte fliegen ins Erdbebengebiet in Venezuela
Nach den beiden schweren Erdbeben sendet die Schweiz am Freitag um 2 Uhr 80 Rettungskräfte zur Katastrophenhilfe nach Venezuela. Mit an Bord des Flugzeuges haben sie 18 Tonnen Rettungsmaterial.
Gegen 21 Uhr trafen die ersten Helferinnen und Helfer im Hangar der Rega im Flughafen Zürich-Kloten ein. Dieser diente am Donnerstagabend als Mobilmachungsplatz der Rettungskräfte. Am Freitagmorgen um 2 Uhr soll der Airbus 340-300 vom Flughafen Zürich in Richtung Venezuela abheben.
Bis dahin durchlaufen die 80 Rettungskräfte mehrere Posten, um sich auf ihren Einsatz vorzubereiten. Ihr Auftrag in Venezuela lautet: Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen, zu bergen und zu retten.
Hitze wird zur Herausforderung
Am Freitag etwa 10 Uhr Ortszeit sollen sie in Caracas landen. Auch rund 42 Stunden nach den Erdbeben könnten Menschen noch lebend aus den Trümmern geborgen werden, sagte Einsatzleiter Sebastian Eugster am Medienanlass im Rega-Hangar. Die hohen Temperaturen vor Ort seien jedoch eine besondere Herausforderung. "In den Trümmern staut sich die Hitze, so dass Überlebende nicht sehr lange ohne Wasser aushalten", erklärte er.
Eugster spricht aus Erfahrung. Er war bereits als Einsatzleiter nach dem Erdbeben in der Türkei im Februar 2023 im Einsatz. "Damals hatten wir mit der extremen Kälte zu kämpfen", berichtete er. Dennoch konnten die Schweizer Rettungskräfte elf Menschen aus den Trümmern retten - zwei sogar nach fünf Tagen.
Eugster und sein Team werden zehn Tage lang in Venezuela im Einsatz stehen. Während dieser Zeit werde er besonders darauf achten, dass die Rettungskräfte fit bleiben.
Rega-Jet bereits unterwegs
Bereits um 18.30 Uhr am Donnerstag startete ein Rega-Jet mit einem von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) entsandten Vorausdetachement. Die sieben Spezialistinnen und Spezialisten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sollen die Bedürfnisse vor Ort abklären und sorgen für die reibungslose Einreise der Rettungskette Schweiz.
Die Rettungskette Schweiz wird nach ihrer Ankunft die Vorbereitungen für ihren Einsatz in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden aufnehmen. Auch die Schweizer Botschaft in Caracas stehe zur Vermittlung von Kontakten zur Verfügung.
Venezuela hatte einen internationalen Hilferuf lanciert, woraufhin die Behörden in der Schweiz rasch die zur Verfügung stehenden Einsatzkräfte mobilisierte.
Nach den verheerenden Erdbeben innerhalb von nur 39 Sekunden und mit Magnituden von 7,2 und 7,5 forderten bis Donnerstagabend nach offiziellen Angaben 188 Todesopfer. Wie der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, mitteilte, wurden weitere 1520 Menschen verletzt, mehr als 200 sind unter Trümmern verschüttet.



















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