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Handball-EM
Keystone-SDA | Sonntag, 25. Januar 2026

Schweizer verlieren und sind so gut wie ausgeschieden

Für die Schweizer Handballer ist der Traum vom Einzug in die EM-Halbfinals so gut wie ausgeträumt. Das Team von Andy Schmid verliert in Malmö im zweiten Spiel der Hauptrunde gegen Kroatien 24:28.

Die Schweizer zeigten in der ersten Halbzeit zwei unterschiedliche Gesichter. Sie starteten äusserst stark in die Partie und kassierten erst nach neun Minuten das erste Gegentor - zum 4:1. Danach schlichen sich einerseits unnötige Fehler ein, andererseits agierten sie im Angriff zu durchsichtig, indem sie es praktisch nur durch die Mitte versuchten. So wurden die Flügelspieler überhaupt nicht ins Spiel integriert. Nach dem 7:5 (15.) gerieten die Schweizer mit 7:9 (22.) in Rückstand.

Zwar war zur Spielhälfte (11:13) trotz der mässigen Leistung alles noch möglich. Doch taten sich die Schweizer auch nach der Pause im Angriff zunächst schwer. Deshalb wuchs der Rückstand beim 15:20 (42.) auf fünf Tore an. Dann steigerte sich die SHV-Auswahl und verkürzte in der 50. Minute auf 21:23 (50.). Nach dem 22:24 (52.) folgte dann aber die nächste schwächere Phase, die Schweizer gerieten beim 22:27 (56.) wieder mit fünf Toren ins Hintertreffen. In der Folge liess sich die zehnte Niederlage im elften Duell gegen Kroatien nicht mehr verhindern.

Elf der 24 Schweizer Tore erzielten Samuel Zehnder (6) und Luca Maros (5). Beide verzeichneten bloss je einen Fehlwurf. Einen gebrauchten Abend erlebte Lenny Rubin, der keinen seiner fünf Abschlüsse verwertete. Torhüter Nikola Portner kam mit drei Paraden bloss auf eine Abwehrquote von 16 Prozent. Wenn solche Leistungsträger unter ihren Möglichkeiten bleiben, ist es gegen einen abgezockten Gegner wie den letztjährigen WM-Zweiten mehr als schwer zu punkten.

"Mich nervt, dass jeder eine Idee hat und einfach irgendetwas macht", ärgert sich Schmid im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. "Wenn wir einfach Handball spielen, kommen wir jedes Mal zu Chancen. Heute hatten wir aber zu wenige Spieler auf einem guten Niveau, und deshalb verlieren wir verdient."

Nach dieser Niederlage gehen die Schweizer mit bloss einem Punkt in die letzten beiden Partien der Hauptrunde am Dienstag gegen Island sowie am Mittwoch gegen Gastgeber Schweden. Die Skandinavier, Kroatien, Island und Slowenien haben jeweils vier Zähler auf dem Konto. Es müsste also sehr vieles passieren, damit die Schweizer noch den Sprung in die Top 2 und damit in die Halbfinals schaffen.

Telegramm:

Schweiz - Kroatien 24:28 (11:13)

Malmö. - 5480 Zuschauer. - SR Schulze/Tönnies (GER). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 3mal 2 Minuten gegen Kroatien.

Schweiz: Portner (3 Paraden, 1 Tor)/Seravalli (4 Paraden); Meister, Rubin, Manuel Zehnder (3), Aellen, Kusio (2), Röthlisberger, Maros (5), Steenaerts (2), Laube (2), Sigrist (2), Samuel Zehnder (6/3), Willecke, Ben Romdhane (1).

Kroatien: Kuzmanovic (7 Paraden)/Slavic (1); Sostaric (2), Klarica (2), Srna (5), Maras, Rauzan (2), Mamic, Cindric (1), Mandic (3), Lucin (3), Martinovic (5), Susnja, Glavas (4), Jelinic (1), Nacinovic.

Bemerkungen: Schweiz ohne Wanner, Küttel (beide überzählig) und Leopold (nicht eingesetzt). Verschossene Penaltys: 1:0.

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